Heinzelmännchen

HeinzelmannSoeben hat mich mal wieder eine Info von den Heinzelmännchen erreicht. Selbige putzigen Gesellen haben sich mal wieder aufgemacht, einen von Käferbäumen zugefallenen Weg frei zu räumen. Die Nationalparkverwaltung schafft das nicht, dieweil sie sich (das liegt in der Natur der Sache) zunächst mal auf die Hauptwanderwege konzentriert. Obendrein kommt, aus Sicht der NPV, da noch ein ganz willkommener Faktor hinzu: wenig geliebte kleine Pfade verschwinden so nach und nach ganz. Weshalb der olle Borkenkäfer wohl irgendwann zum “Mitarbeiter des Monats” gekürt wird. Da hilft dann nur noch private Initiative. Was Rolf Böhm auch schon beschrieben hat. HIER.  Um welchen Weg es sich diesmal handelt, wie es um die rechtliche Einordnung der Sägerei steht und was ich empfehle, dies, geneigte Leser, erfahren Sie sogleich.

Es geht um den Polenztalweg, rechts des Flusses. Der war eigentlich ein Hauptwanderweg, ehe er mit Bäumen zufiel. Zu finden HIER. Und nachdem er denn zugefallen war, gab die Verwaltung bekannt, das dieser Weg jetzt aufgegeben wird. Da es auf der anderen Seite des Flusses ja auch einen solchen gibt. Nee, nee, so nicht, sagten sich Heinzel & Co. Hier ein paar kurze Eindrücke von der Arbeit:

Und jetzt die bange Frage: darf ich denn so einfach zur Säge greifen? Prinzipiell: ja, frei weg. Denn sägen an totem Holz, also an umgebrochenen und abgestorbenen Bäumen, ist nirgendwo in irgendeiner Verordnung verboten. Aber es gibt trotzdem ein paar Dinge zu beachten:

  • Niemals irgendwo im Busch herumsägen, sondern nur auf Wegen.
  • Außerhalb der Kernzone mit Fleiß auf jedem Weg, der erkennbar ist. Innerhalb derselben leider nur auf gekennzeichneten Wegen.
  • Das Holz liegen lassen und nicht etwa für das private Feuerchen mitnehmen.
  • Und sich im Klaren sein: Sägen auf eigene Gefahr. Die NPV ersetzt keine abben Finger.

Falls es dennoch zu Ärger mit einem Ranger kommen sollte: die Nationalparkverordnung HIER dabei haben (z.B. auf dem Handy) und fragen, gegen welchen Paragraphen man denn verstoßen habe. Er wird ein wenig scrollen und dann auch nicht weiter wissen.

Meine persönliche Heinzelmann-Ausrüstung sieht so aus.

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Die Klappsäge hab ich immer dabei. Die Rückseite des Sägeblatts ist dabei als scharfe Klinge gestaltet, so dass man sie auch als Hobby-Machete für dichtes Kraut verwenden kann. Und nachdem ich mal beim Wühlen im Rucksack genau in diese Klinge gegriffen und mir in den Finger geschnitten hatte, hab ich mir noch ein Futteral für das Teil gebastelt.
Die elektrische Kettensäge kommt nur mit, wenn mir schon deucht, dass es mehr als einen Baum auf dem Weg geben wird. Neben der Säge als solcher müssen hier eben noch Akkus, Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille in den Rucksack. Da wird der Platz für die Bemmen knapp.

Gegen richtig dicke Stämme hilft das aber alles nichts. Da muss die große, benzinbetriebene Kettensäge ran.  Aber jetzt bitte nicht in den nächsten Baumarkt laufen, eine fette Stihl erwerben und loslegen. Beine wachsen bekanntermaßen nicht nach. Das sollte also Profis überlassen bleiben. Und die gibt es ja Gott sei Dank auch unter Wanderern nicht zu knapp.

Was bleibt: ein Dank an die ganz vielen Heinzelmännchen, die auf ganz vielen Wegen unterwegs sind. Mehr als einmal schon blieb meine eigene Säge im Rucksack, weil mir jemand zuvorgekommen war. Das lässt hoffen.

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