Archiv der Kategorie: Naturschutz

40 Tonnen Stahl und nette Aussichten Oder: "Gut gemeint" ist das Gegenteil von "Gut"

Es ist schon viel diskutiert worden im Netz der Netze. Worum ging es? Die tschechische Nationalparkverwaltung hat den Zugang zu den Resten der Felsenburg Falkenstein (Falkenštejn) ausgebaut. Bisher war das eigentliche Plateau mit den Resten der Burg nur sehr mühsam zu erreichen, der Pfad bis zum Felsfuß dagegen mächtig ausgelatscht und erodiert. Schon als erste Bilder die Runde machten – die Parkverwaltung selbst spricht von 40 Tonnen verbautem Stahl – kam es zu Unmutsbekundungen. Nun soll man aber nicht schimpfen, ohne sich selbst ein Bild gemacht zu haben. Es folgt also eine kleine Runde mit den Zielen Falkenstein, Balzhütte und dem Marienfelsen.

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Die Sache mit der Tüte

Tüte

Nein, hier geht es nicht um jene Tüte, deren rauchender Genuss unser Bewusstsein zu erweitern mag. Sondern es geht um eine schnöde Papiertüte, mit welcher die Nationalparkverwaltung der weit verbreiteten Unsitte des “Papierchen in die Landschaft Werfens” begegnen will. Die Botschaft ist ganz einfach und sollte bei jedem ankommen: “Nehmt mich bitte wieder mit nach Hause”. Vulgo: “Ihr Dreckschweine, schmeißt euren Mist gefälligst nicht in den Wald, sondern packt ihn hier in diese Tüte und nehmt das alles dann wieder mit nach Hause. “ Und ich ergänze in Gedanken: “Dort könnt ihr den Inhalt der Tüte ja mal probehalber eurer Alten vor die Füße kippen. Die wird euch was husten.”

Inwieweit diese gute Idee bei den Freunden des Papiertaschentuchs ankommt, wird sich erst noch zeigen müssen. Denn

  1. haben die von Natur aus relativ wenig Ganglien, die diese einfache Botschaft verarbeiten könnten, und
  2. werden die Tüten derzeit nur in den Touristeninformationen ausgegeben. Und eine solche besucht man eben doch recht selten.

Für alle Fälle hier also noch ein paar Tipps, wie die Tüte richtig oder aber auch falsch verwendet werden kann:

Richtig

Perfekt! Müll genommen und frohen Mutes eingetütet. Tüte dann entweder am Henkel erfassen oder im Rucksack versacken lassen und außer Waldes bringen.

 

 

 

 

Falsch

Falsch! Diese Tüten sind eindeutig nicht dafür gedacht, die beim Anblick eines Kernzonenschildes aufkommenden Gefühle erst in den Magen umzuleiten, dann nach außen abzuleiten und die so entstehenden Bröckchen aufzufangen. Merke: ein Kernzonenschild darf man jederzeit auch ohne Tüte vollkotzen!

 

 

Ganz falsch

Ganz falsch! Die Tüte eignet sich mangels Gucklöchern nur sehr bedingt dafür, unerkannt und getarnt auf verbotenem Wege in die Kernzone einzudringen. Man könnte sehr leicht gegen den nächsten Baum laufen. Obendrein macht man sich gnadenlos zum Löffel.

 

 

 

Aber ob nun mit oder ohne Tüte: nehmt euren Müll mit nach Hause und schmeißt ihn nicht in den Wald. Das kann doch nicht so schwer sein.

Ein Lehrstück an geschmeidiger Öffentlichkeitsarbeit

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1. Die Vorgeschichte

Stiegenbuchautor Axel hatte angekündigt, die gesperrten Kehren am Kleinen Winterberg mal wieder zu besuchen und dazu eingeladen, es ihm gleich zu tun. Eine blöde Situation für die NPV: lässt sie gewähren, so würde es als Schwäche ausgelegt, verhindert sie es, so ist sie mal wieder die böse Behörde, die Wanderer aussperrt.

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Auf verbotenen Wegen–eine Replik an Ulrich Voigt Oder: der Balken im eigenen Auge

Obacht: verbotenVor einigen Tagen veröffentlichte Ulrich Voigt, seines Zeichens Nestor der sächsischen Bergsteiger und Ehrenvorsitzender des Sächsischen Bergsteigerbundes, in der Sächsischen Zeitung einen Text unter der Überschrift “Auf verbotenen Wegen”. Man kann ihn hier nachlesen. Kurz gefasst beklagt der Autor darin, dass immer mehr Publikationen auf sogenannte “verbotene” Wege aufmerksam machen. Sei es im Internet oder in gedruckter Form. Und er befürchtet, dass so bald ein Massenauflauf auf diesen Wegen zu beklagen sein wird.

Das kann ich so nicht stehen lassen.

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Rolf Böhm ist raus

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Ich hatte es ja schon in meinem Post zu Silvester angesprochen: Rolf Böhm, seines Zeichens Kult-Kartograf aus Bad Schandau und profunder Kenner der Sächsischen Schweiz, ist aus der AG-Wege rausgeflogen. Und mit ihm die letzte kritische Stimme in diesem Gremium. Mittlerweile hat das Thema auch die sozialen Netzwerke erreicht, ich zeige hier mal nur einen kurzen Ausschnitt aus der Diskussion auf Facebook. Was sind meine Gedanken dabei?

  1. Die AG-Wege war schon immer eine Lachnummer, da Entscheidungen nur einstimmig getroffen werden können und somit jeder jeden blockieren konnte. Letztlich wurden deshalb entweder gar keine Entscheidungen getroffen oder widerspruchslos die Vorlagen der NPV abgeknickt. Zudem tagt der Verein nichtöffentlich, was nicht gerade die Transparenz fördert. Zwar kann man seit einiger Zeit die Protokolle der Sitzungen nachlesen, die lesen sich aber wie eine reine Informationsveranstaltung von NPV / Sachsenforst, nicht wie die Sitzung eines Gremiums, welches um Entscheidungen ringt.
  2. Der Rauswurf ist nur Teil einer Tendenz, nach der unsere Demokratie immer weiter ausgehöhlt wird. Mitspielen darf nur noch, wer ins gleiche Horn wie die sogenannten Eliten bläst. Andere werden kaltgestellt, denunziert, beruflich und öffentlich verleumdet oder eben schlicht rausgeworfen. Die Arbeiterwohlfahrt schließt AfD-Mitglieder aus, honorige Professoren werden in ihren Vorlesungen von sogenannten “Aktivisten” einfach niedergebrüllt, Gastwirte werden boykottiert, wenn sie ihre Räume an die “falschen” vermieten, und Rolf Böhm fliegt eben aus der AG-Wege. Gesellschaftlicher Diskurs sieht anders aus.
  3. Zurück zum eigentlichen Anlass: dieses Gremium hat für mich ab jetzt keine Bedeutung mehr. Sollen die doch dort beschließen, was immer sie wollen. Sollen sie unter sich bleiben und sich gegenseitig feiern. Der Akzeptanz des Nationalparks, die eh schon angeknackst ist, hat diese Entscheidung sicher nicht weitergeholfen. Wer keine kritischen Stimmen duldet, der hat etwas zu verbergen und ein schlechtes Gewissen – sagte schon meine Oma.

Waldbär Willi hat dazu natürlich auch etwas zu sagen.

Mondlandschaft am Knotenweg

9Fast schon hatte ich gehofft, ich könnte mir in diesem Jahr einen Text rund um die ach so segensreiche “Waldpflege” und ihre üblen Folgen sparen. Was aber derzeit am Knotenweg abgeht, ist mal wieder in bester Tradition des scheinbar sinnlosen Holzeinschlages. “Abholzen” wäre hier sicher der treffendere Begriff als “Waldpflege”. Aber schauen wir uns doch einmal vor Ort um.

 

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