Schwarzstorchnachwuchs live

Tatsächlich kann man den Schwarzstorch hautnah bei der Aufzucht seines Nachwuchses beobachten. Nur nicht in der Sächsischen Schweiz, da ist rundherum alles weiträumig abgesperrt. Dafür auf dieser Webseite aus Estland.

Schwarzstorch

Eine herrliche Idee. Auf meine Frage, warum der Nationalpark Sächsische Schweiz das nicht auch macht – eine Webcam ist ja nun wirklich kein Ding mehr – bekam ich die Antwort, es würde am schlechten Mobilfunknetzt scheitern. Tatsächlich ist das Netz in den Schlüchten schlecht bis gar nicht vorhanden, weiter oben, und da befinden sich für gewöhnlich Nester, ist der Empfang dagegen sehr gut. Und da in einem Monat auch die Roaminggebühren innerhalb der EU ganz wegfallen, könnte man zur Not auch das viel stärkere tschechische Netz nutzen.

Ein Lehrstück an geschmeidiger Öffentlichkeitsarbeit

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1. Die Vorgeschichte

Stiegenbuchautor Axel hatte angekündigt, die gesperrten Kehren am Kleinen Winterberg mal wieder zu besuchen und dazu eingeladen, es ihm gleich zu tun. Eine blöde Situation für die NPV: lässt sie gewähren, so würde es als Schwäche ausgelegt, verhindert sie es, so ist sie mal wieder die böse Behörde, die Wanderer aussperrt.

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Der Stürmer und die Tücken des Ersatzverkehrs Oder: wie finde ich eine Haltestelle

Aussicht vom Stürmer

Eine Runde im Erzgebirge zum Stürmer (Bouřňák) kann ich nur immer wieder wärmstens empfehlen. Zum Einen wegen der grandiosen Aussicht da oben bis weit ins Böhmische Becken hinein. Zum Anderen wegen der Rückfahrt mit dem kleinen Zug, der sich in Serpentinen auf den Kamm des Erzgebirges hinauf windet. Und zu guter Letzt deshalb, weil man hierher gut ausweichen kann, wenn im Elbsandstein an Großkampftagen der Fels vor lauter Menschen nicht mehr zu sehen ist. Beispielsweise zu Ostern, weshalb es mich auch in diesem Jahr zu den Feiertagen genau dahin zog. Beschrieben habe ich die Runde bereits hier, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Bis auf die Sache mit dem Schienenersatzverkehr, aber lest selbst:

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Nikolsdorfer Wände–mal ganz anders

Kleines LabyrinthHeiligs Blechle, dass war ein Samstag. Nicht Frühling, sondern schon Sommer. Eine Jacke hatte ich dabei, ein Hemd und ein T-Shirt. Und schon nach kurzer Zeit nur noch das T-Shirt an. An solchen Tagen herrscht aber auch immer ein mehr als nur reges Begängnis an den Höhepunkten des Elbsandstein. Weshalb man gern nach Alternativen und ruhigen Orten sucht. Unsere Wahl fiel auf die Nikolsdorfer Wände. Hört man von diesen, denkt man eigentlich fast immer nur an das bekannte Labyrinth. Der eine oder andere wird vielleicht noch Bärs- und Richtersgrund erwähnen, vielleicht auch den Bernhardstein. Das war es dann aber. Dabei gibt es hier noch viel mehr zu bestaunen. Dank Wanderkumpel Karsten, der die Ecke wie seine Westentasche kennt, wurde es eine mehr als kurzweilige Tour.

Den genauen Wegeverlauf könnt ihr aus dem GPS-Track am Ende entnehmen. Eine detaillierte  Beschreibung macht wenig Sinn, weil es oft über unmarkierte und teilweise auch nur schwer zu erkennende Pfade ging. Ich will deshalb hier nur einige der Stationen beschreiben. Die man alle, gut beschriftet, auf der Karte “Nikolsdorfer Wände” von Rolf Böhm findet. (Diese Karte soll demnächst in einer komplett aktaulisierten Version neu erscheinen.)

Und noch ein Hinweis: hier begeht niemand eine Ordnungswidrigkeit. Wir befinden uns außerhalb des Nationalparks, der Wald darf ganz nach Gusto in der Kreuz und in der Quer betreten werden. Also, mir nach:

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Surftipp: die beste Webseite zum Kerbensteig

Screenshot  Screenshot

Ich kann hier nur den Hut ziehen: auf dieser Webseite hat jemand die umfassendste und beste Beschreibung des legendären Kerbensteigs in der Kirnitzschklamm bei Hinterhermsdorf verfasst, die ich kenne. Herausragende Recherchen zum ehemaligen wie auch zum heute noch vorhandenen Wegeverlauf, eine wunderbare Auswahl an historischen Motiven sowie eine fotografische Dokumentation des heutigen Zustands, die ihresgleichen sucht.

Bleibt natürlich die Frage, ob denn dieser herrliche Weg irgendwann mal wieder hergestellt und auch legal begehbar sein wird. Meine persönliche Meinung: da muss noch viel Wasser die Kirnitzsch herunter fließen. Denn es bedürfte eines fundamentalen Umdenkens bei den Verantwortlichen. Bisher gilt das ungeschriebene Gesetz, dass jeder gesperrte oder unpassierbare Weg ein guter Weg ist, dieweil er ja nicht vom “bösen” Menschen benutzt werden kann. Ehe dieses Paradigma aufgeweicht oder gar beerdigt wird, wird viel Zeit vergehen. Aber vielleicht schaffe ich es ja noch, den wieder aufgebauten Kerbensteig einst legal zu begehen. Dann aber wahrscheinlich mit Rollator.

Idylle mit Rissen Hohnstein hat ein Problem

Honstein Idylle mit Problemen

Es knirscht in Hohnsteins Beherbergungsgewerbe. Gleich dreifach. Als da wären:

  • Das Parkhotel Ambiente hat geschlossen und wird wohl auch nicht wieder öffnen – zumindest nicht in bisheriger Form.
  • Der Pachtvertrag für die Herberge auf der Burg ist gekündigt, hier ist wahrscheinlich zum 30. November Schluss
  • Und auch über dem zentral gelegenen “Weißen Hirsch” schwebt ein Insolvenzverfahren.

Miese Nachrichten, denn außer Tourismus gibt es hier nicht viele Wirtschaftsfaktoren. In einem Artikel der Sächsischen Zeitung wird als einer der Gründe für den plötzlichen Abschwung genannt, dass die Straße zwischen Hohnstein und Bad Schandau (die Sense) seit Juni 2016 gesperrt ist. Und ich ergänze kommentierend: bis heute gibt es keinen Termin für eine Freigabe dieser wichtigen Verbindung. Sie wird ja nicht von Migranten genutzt.

Hohnsteins Tourismuschef André Häntzschel hat denn auch schon zwei Ideen, wie man gegensteuern könnte. Ich kommentiere wieder:

  1. Eine direkte Busverbindung Hohnstein – Bad Schandau einrichten. Ja, bitte, schnell. Mit den Öffentlichen ist die Stadt bisher nur höchst umständlich zu erreichen. Nur: für so eine Busverbindung müsste eben die Straße an der “Sense” wieder geöffnet sein. Siehe oben.
  2. Einen Elektrobus zwischen Marktplatz und der Aussicht auf dem Brand pendeln lassen. Bitte nicht. Auf dem Brand ist so schon genug los. Da muss man keine zweite Bastei draus machen.

Solange die “Sense” aber gesperrt bleibt, ist Hohnstein kein sehr attraktiver Ort für Übernachtungen. Viele bekannte Ziele (Bad Schandau mit dem Kirnitzschtal und den beiden “Zschanden”, Schmilka mit den Schramm- und Affensteinen, Böhmen) sind nur noch über endlose Umwege zu erreichen. Da braucht es Druck auf die verantwortlichen Penner, um hier noch was rumzureißen.

Update 11.3.2017:

Nach einer ganz aktuellen Meldung soll die “Sense” zum Saisonstart – oder kurz danach – wieder halbseitig befahrbar sein. Ab Mitte Mai, also rund vier Wochen nach dem offiziellen Start der Saison, soll es einspurig und mit Ampelreglung wieder fließen. Und dann wäre auch der Gedanke mit der direkten Busverbindung wieder charmant. Die endgültige Sanierung der Straße wird aber weiter auf das Jahr 2018 geschoben.