Stürmer, die Dritte

Ich war ja schon mal auf dem tschechischen Berg Stürmer (Bouřňák) und habe die Wanderung auch schon beschrieben, nämlich hier, weshalb ich jetzt keine neuen Texte hinzufügen möchte. Nur ein paar Impressionen  vom Wegesrand. Es war das Wochenende des Deutschen Wandertages in Sebnitz, ein erwarteter Massenauflauf an Vereinswanderern, weshalb wir der Sächsischen Schweiz flohen. Und das Erzgebirge hatte durchaus was zu bieten.

DSCN3936 Abstieg

Was gibt es also Neues?

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Kohlbornstein und Papststein

Es war ein Sonntag, der zwar wirklich schönes Wetter, dafür aber wenig Zeit versprach. Für eine längere Tour sollte es nicht reichen, weshalb wir eine nette Runde um zwei Steine links der Elbe angegangen sind. Am Anfang, also bis zum Kohlbornstein, verlief die etwas planlos, im Nachhinein hab ich gemerkt, dass man hier auch effektiver hätte gehen können. Aber der Weg ist ja das Ziel, weshalb das nicht so schlimm war. Zwei wunderbare Aussichten, ein schöner offizieller und ein ganz versteckter Aufstieg sowie Bambi begleiten uns auf dieser Runde. Man möge mir folgen.

DSCN3857 Aussicht vom Kohlbornstein.

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Schöner scheißen

DSCN3827Ich gebe zu, das ist eine vulgäre Überschrift. Aber ohne eine solche hätte hier wohl kaum jemand weiter gelesen. Also: da, wo noch vor einem Jahr die alte Kläranlage der Bastei vor sich hin gammelte, steht jetzt ein neuer High-Tech-Bau. Soweit ich weiß, hat den der Pächter des Basteihotels aus eigener Tasche bezahlt. Womit das jahrzehntealte Problem der Abwasserbeseitigung hier oben wohl gelöst ist. Mit dem üblen Geruch an der Vehmhöhle und an der Rahmhanke zumindest sollte es jetzt vorbei sein. Wofür Herrn Schröter, dem Basteiwirt, ein besonderer Dank gebührt.

DSCN3825Apropos Rahmhanke: derzeit wird der Zutritt auf diesen halsbrecherischen Weg durch ein Verbotsschild verwehrt. Grund: durch die Arbeiten an der Basteiaussicht könnten Felsbröckchen oder auch mal ein Hammer runterfallen und Wanderer auf der darunter liegenden Rahmhanke verletzten oder gar zum Absturz bringen. Ein Verbot, dessen Sinn ich ausnahmsweise sogar mal erkenne. Allerdings stehen die Verbotsschilder noch vor dem Zugang zum Wartturm. Der ist allerdings von den Bauarbeiten nicht betroffen, so dass man ihn problemlos besuchen kann –trotz Sperrung.

Einmal über die Affensteine

Diese Tour ist ein Mix: zum einen geht es – quer über die Affensteine – auf recht bekannten und bequemen Wegen. Zum anderen entdecken wir aber auch einige versteckte Pfade und Aufstiege. Und dazu auch noch Aussichten, auf denen man ganz sicher keine Nummer ziehen muss. Es winken also wirklich tolle Wege und ein Sack voll praller Natur.

2016-06-11 09.07.19 So muss ein toter Baum aussehen.

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Tanzplan und Wachberg

Diese Tour führt an den Rand der Sächsischen Schweiz, in die Gegend um Sebnitz. Selbst an Großkampftagen ist es hier ruhig. Nur Achtung: nicht zum Deutschen Wandertag Ende Juni hier wandern, da liegt hier das Epizentrum der Vereinsmeierei. Wenn der Spuk dann aber wieder abgezogen ist, kann ich diese Tour nur wärmstens empfehlen.

Eigentlicher Grund für diese Runde war, dass die Wachbergbaude am vergangenen Samstag nach einer Zeit der Schließung ihre Wiedereröffnung angekündigt hatte. Da trieb die Neugier natürlich zusätzlich in den Wald.

DSCN3683 Tolle Aussichten inklusive.

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Die klassische Prebischtor-Runde

Ich trage gerade einen ganzen Schwarm Eulen nach Athen. Denn diese Runde ist in jedem, wirklich jedem Wanderführer beschrieben. In ihren zwei Varianten (ein oder zweimal Kahn fahren). Ich habe mich für einmal Kahnfahren entschieden. Man kann diese Runde an drei Startpunkten beginnen (Herrnskretzschen, Rainwiese oder Stimmersdorf) und in beide Richtungen durchführen. Nur eines vorweg: wirklich allein ist man hier nie, außer am Prebischtor selbst, wo schweres Begängnis herrschte, habe ich die Mitwanderer aber nie als störend empfunden. Also, aller Jubeljahre kann man sich das mal gönnen. Da die Runde selbst aber wirklich ausreichend oft beschrieben wurde, will ich mich auf ein paar Bemerkungen entlang des Weges beschränken.

2016-05-29 14.28.43 Das Prebischtor als Krönung.

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Einmal mit Profis arbeiten….

Beim Surfen im Netz ist mir auf den Seiten zum Deutschen Wandertag, der ja demnächst ansteht, etwas aufgefallen. Nämlich, dass da für eine Wanderung zum Prebischtor mit einem sattsam bekannten Foto geworben wird. Sie wissen schon: das Tor von der “falschen” Seite. Na ja, wir dürften ja so ziemlich alle schon dort gestanden haben. Nur eben immer mit dem Hinweis versehen, dass man da eigentlich nicht stehen darf und ein Bußgeld am Wegesrand lauert. Aber das Ganze auf einer offiziellen Seite des Deutsche Wandertages? Da schreib ich mal ne Mail, dachte ich mir. Geschwind ging es zur Sache:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass Sie auf den Seiten des Deutschen Wandertages, exakt hier: http://www.deutscherwandertag-2016.de/wandervorschlaege/prebischtor-und-wilde-klamm.html zur Wanderung zum Prebischtor, mit einem Foto werben, welches es eigentlich nicht geben sollte? Denn der Standort des Fotografen, eine Aussicht am alten Fremdenweg, darf offiziell nicht betreten werden, wer es dennoch tut, riskiert ein Bußgeld. Es ist auf legalen Wegen schlicht unmöglich, das Prebischtor von dieser Seite zu fotografieren. Nun mag Herr Patzelt als Urheber des Fotos und gleichzeitig früherer Chef der böhmischen Nationalparkverwaltung hier Extrawürste genießen. Aber dem Wanderer, dem machen Sie Lust auf einen Anblick, den er später nie genießen darf. Irgendwie schon daneben. Oder darf ich die Wahl des Fotos als subtilen Hinweis Ihrerseits begreifen, doch endlich mit den unseligen Wegesperrungen in der Sächsisch/Böhmischen Schweiz aufzuhören? Das würde mich wiederum freuen.

Mit den Besten Grüßen

Arndt Noack

Und siehe, ich habe Antwort bekommen. Und zwar eine allumfassende. Die ging so:

Sehr geehrter Herr Noack,
vielen Dank für Ihre E-Mail und den Hinweis. 
Herzliche Grüße
Anne Jungowitz

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Im Auftrag des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz e.V.

Veräppeln kann ich mich selber. Oder eben: ich möchte einmal mit Profis arbeiten! Das Foto war übrigens auch heute noch auf der Seite zu sehen.

Steinerne Rinne

Diese Tour ist entstanden, weil ich in einigen Ecken Andeutungen über einen rätselhaften Weg oberhalb des Paulinengrundes (Pavlino údolí) nahe Rennersdorf (Rynartice) in der Böhmischen Schweiz gelesen hatte. Eingebaut haben wir diesen Weg in eine nette, relativ kurze und alles andere als anstrengende Runde. Auf der wir auch noch zahlreiche sakrale und profane Kleindenkmäler entdecken konnten. Nur das Rätsel, das haben wir nicht gelöst.

DSCN3423 Rätselhaft: die Steinerne Rinne.

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