Archiv der Kategorie: Allgemein

Ein Quiz für den November

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen. In den Supermärkten häufen sich schon seit Wochen weihnachtliche Leckereien zu ungehörigen Preisen. Draußen ist es kalt, und in der Wohnung auch. Um das „Frieren für Selenskyj“ etwas angenehmer zu gestalten, hab ich mal wieder ein kleines Quiz gebastelt. Auf das man dabei ins Schwitzen gerate.
Postet gern eure Ergebnisse in den Kommentaren.

Quiz im November

Mal sehen, was ihr so drauf habt.

Grenzweg–eine kurze Bestandsaufnahme

Neues Kanapee

Viel wurde in den vergangenen Wochen über den Grenzweg gesprochen. Kein Wunder, war er doch einer der Schwerpunkte bei der Bekämpfung der üblen Waldbrände. Besonders pikant wurde das, weil dieser Weg aus Sicht der NPV ganz toll verboten ist. (Ein paar rechtliche Gedanken kommen am Schluss.) Jetzt aber wurde er plötzlich zu einem der wichtigsten Zugänge für die Feuerwehr, am Aussichtspunkt “Neues Kanapee” landeten Hubschrauber. Von einem Rückzugsort für bedrohte Arten –welche auch immer – konnte und kann also keine Rede mehr sein. Grund genug, mal eine kleine Bestandsaufnahme zu machen.
Zwei Vorbemerkungen: wirklich nur eine kleine Bestandsaufnahme , denn ich bin nur einen Teil des Weges gegangen: von der Kreuzung nahe des Katzensteins bis zum Neuen Kanapee. Und es herrschte eine dicke böhmische Suppe. Welche in Verbindung mit vielen abgebrannten und umgestürzten Bäumen eine leicht gespenstige Stimmung hervorbrachte. Man hätte einen Edgar-Wallace-Film in Schwarzweiß drehen können. Als Titel schlage ich schon mal vor: “Der grüne Zimmermann” oder “Der Ranger mit der Peitsche”. Letzterer dann mit Klaus Kinski in der Hauptrolle.
Genug geblödelt, mir nach.

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Kurz getestet: der “Weg zur Wildnis”

Mit einigem medialen Buhei wurde kürzlich der „Weg zur Wildnis“ als Lehrpfad eröffnet. Er soll zeigen, wie sich die Natur – hier nach einem Borkenkäferfraß vor rund 15 Jahren – selbst heilen kann. Irritiert hatte mich zunächst die Schlagzeile dazu: „Umweltminister Günther zeigt auf neuem Erlebnisweg die natürliche Dynamik und Selbstheilungskräfte der Natur im Nationalpark“. Nun ja, der Minister zeigte hier eigentlich nur sein Lächeln in die Kamera. Konzipiert und gebaut haben das Andere. Aber wie dem auch sei, man hatte zu einer geführten Besichtigung eingeladen. Ich habe mich dann nicht führen lassen, den Pfad aber trotzdem unter die Lupe genommen. Danach muss ich, frei nach Goethe, sagen: „Drei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“.

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Schon wieder böhmische Suppe am Tannenberg

Vor über vier Jahren war ich zum letzten Mal auf dem Tannenberg (Jedlová) und auf der Burgruine Tollenstein (Tolštejn). An der Route und an den Beschilderungen hat sich seitdem nichts geändert, man kann also die Wegbeschreibung hier nachlesen. Und noch etwas hat sich nicht geändert: die dicke böhmische Suppe an allen Aussichten. Also war es auch diesmal wieder Sense mit tollen Blicken. Und das, obwohl ich mich diesmal jedweder despektierlicher Sprüche enthalten hatte.
Ein paar Kleinigkeiten am Rande gibt es dennoch zu berichten. Mir nach.

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Fremd gegangen: Die Weinberge bei Radebeul

Ja, da war ich woanders wandern. Obwohl es ja nicht weit entfernt ist. Die Weinberge bei Radebeul zumindest waren bisher für mich ein weißer Fleck. Ich habe die Tour nicht bereut, ganz im Gegenteil. Neben diverser schöner Aussichten gibt es vor allem einiges an Historie zu bestaunen. Ein paar Hausnummern: zwei Sternwarten, ein Wassersturm, die Friedensburg, das Spitzhaus, Schloss Wackerbarth, eine elend lange Treppe und ein Bismarckturm. Dazu einige Besenwirtschaften, die noch geöffnet waren, DDR-Kunst am Bau, eine überdimensionale Reblaus und das frühere Bilz-Sanatorium. Zum Schluss noch eine buddhistische Grabanlage. Also Grund genug für einen Ausflug.

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Kann gar nicht so viel fressen…. mit Update

…wie ich kotzen könnte. Dieser Ausspruch ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern stammt von dem Maler Max Liebermann. Hier scheint er mir aber durchaus angebracht.
Das Foto zeigt den Fremdenweg zwischen der Kreuzung am Katzenstein und der Staatsgrenze. Und es ist aktuell. Ja, wirklich. Denn nachdem die Feuerwehren in ihrem Kampf gegen den Waldbrand den Weg freigeräumt hatten, hatte die Nationalparkverwaltung jetzt nichts Eiligeres zu tun, als ihn wieder zu verbarrikadieren. Das Feuerwehren, Gemeinden, eine Bürgerinitiative und auch der Bergsteigerbund das Freihalten von Rettungswegen fordern, ist da egal. Es werden, wie immer mit der Attitüde eines Gutsherren, vollendete Tatsachen geschaffen.
Stellt sich mir die Frage: was, wenn es wieder mal brennt? Und außerdem: wie sind solche Baumfällungen mit “Natur Natur sein lassen” in der Kernzone zu vereinbaren? Antworten erwarte ich nicht, das ist man ja schon gewohnt.
Vielen Dank an Markus für die Info und das Foto. Ausführliches auf seiner Webseite: https://felsenheimat.de/2022/09/18/npv-zerstoert-feuerwehrzufahrt/

Update am 21.09.2022:

  Dank an einen Wanderfreund

Hier ein aktuelles Bild vom Fremdenweg: er ist wieder komplett freigeschnitten. Das ging erstaunlich schnell. Oder: da geht jemandem der Arm auf Grundeis. Die zwei Dutzend gefällten Laubbäume (solche sind ja hier eigentlich willkommen) bringt das natürlich nicht zurück.
Die Taktik lautet seit Gründung des Nationalparks: „Erst mal machen und niemanden fragen. Wenn es dann heftigen Gegenwind gibt, leise zurückrudern.“
Beispiele:
1994 wurde die legendäre Boofe „Villa Fernblick“ über Nacht geschleift. Als dann der betreuende Kletterverein einen gültigen Nutzungsvertrag präsentierte, folgte eine halbherzige Entschuldigung. Die Boofe blieb abgerissen.
Schwere Forstmaschinen verursachten ebenso schwere Schäden im Weißbachtal, im Tal des Goldbachs und im Lindengründel. Es folgte eine Entschuldigung.
Brücken verschwanden über Nacht an der Niedermühle, am Großen Ziegengrund, an den Schneeberger Aussichten oder am Eulengrund. Hier erfolgte allerdings keine Entschuldigung.
Und an der Annenlochstiege wurden die Steigeisen 2010 abgeflext. Hier hat die NPV schlicht bestritten, es gewesen zu sein.
Deshalb als Tipp an die NPV: vielleicht doch erst mal reden und dann sägen. Es gibt eine AG-Wege, in der man so etwas vorab klären kann. Das gilt natürlich nicht, wenn Not am Mann ist. Aber: ein Wandersmann auf Abwegen gilt nicht als Notfall!



Fragen an die Nationalparkverwaltung

Diesen Text hatte ich zunächst auf der Facebookseite der Nationalparkverwaltung gepostet. Dort hat man ihn kommentarlos gelöscht. (Hat man nicht ganz, siehe Update am Ende) Scheinbar wollte oder konnte man meine Fragen nicht beantworten. Deshalb hier noch mal zum Lesen und zum zensurlosen Kommentieren:

Liebe Nationalparkverwaltung,

ich stelle diese Fragen hier öffentlich, dieweil ich bisher über andere Wege keine Antwort bekommen habe – was nicht weiter verwunderlich ist, da euer Pressesprecher gerade auch auf dem Abflug ist.
Es geht mir um den Grenzweg.
Wie ihr ganz sicher wisst, ist dieser Weg umstritten. Eine Einigung über ihn wurde, im Gegensatz zu anderen gesperrten Wegen, in der „AG Wege“ nie erzielt. Dennoch betrachtet ihn die Nationalparkverwaltung seit Jahrzehnten als gesperrt. Fragt man nach Gründen, so heißt es entweder „Wiederansiedlung des Auerhahns“ – das heißt es seit rund 30 Jahren, ohne dass seitdem etwas passiert wäre. Oder es heißt etwas nebulös: naturschutzfachliche Gründe, was immer das sei.

 

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