Boofen–Update

Bergsteigerverband zieht vor Gericht

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Der Sächsische Bergsteigerbund hat Widerspruch gegen das geplante (und de facto schon beschlossene) dauerhafte Boofenverbot zwischen Februar und Mitte Juni eingelegt.
Kann man hier nachlesen.
Mit einem Eilantrag soll verhindert werden, dass diese Regelung schon in wenigen Tagen in Kraft tritt.

Meine Meinung:
Das entspricht rechtsstaatlichen Prinzipien und ist deshalb grundsätzlich zu begrüßen. Für den SBB, der in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder durch (endlos beanspruchte) Kompromissbereitschaft aufgefallen ist, sogar ein beachtlicher Schritt.
Allerdings ist es fraglich, ob diese “Tippeltappeltour” durch die Instanzen letztlich einen Erfolg zeitigt. Ewig dauern wird sie auf jeden Fall. Wenn der Eilantrag durchkäme, wäre das ein Riesenerfolg. Aber da ist man vor Gericht in Gottes Hand. Eine endgültige Entscheidung in der Sache wird nicht so schnell fallen.

Weshalb es bis dahin noch einiger weiterer, wie man so schön sagt “zivilgesellschaftlicher”, Protestformen bedarf.

Lieber SBB, ihr seid über euren jahrzehntealten Schatten gesprungen, indem ihr jetzt den Kadi anruft. Springt noch einmal und beweist die “Eier”, die ich schon mal angemahnt hatte.

Das Bild oben stammt natürlich aus einer KI und ist somit ein Fake.

Am Nasenring durch die Manege

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Es folgt ein längerer Text, ganz ohne Bilder. Es geht um das Boofen im Nationalpark, um eine Arbeitsgruppe, die ins Leere gelaufen ist, um die Hybris eines Ministeriums, um die Simulation demokratischer Mitbestimmung.
Und es geht auch um einen Verband, der das alles schon seit vielen Jahren mit sich machen lässt, obwohl er allein Kraft seiner Mitgliederzahl auch ganz anders könnte.
Es geht um das Verhältnis schnöder Ideologie versus eines gesunden Pragmatismus.
Da ich bei all dem nicht umhin komme, immer mal wieder meine recht gepfefferte Meinung zu sagen, will ich sie der Fairness halber auch kennzeichnen. Alles, was hier kursiv  erscheint, ist meine persönliche Einschätzung und keineswegs allgemeinverbindlich. Also, bitte weiterlesen und gern auch kommentieren.

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Bergsichten–sichten wir uns?

Bergsichten

Auch in diesem Jahr gibt es wieder das traditionelle Bergsichten-Festival im Hörsaalzentrum der TU-Dresden. Und auch in diesem Jahr sind die IG Stiegen- und Wanderfreunde sowie die BI Naturpark Sächsische Schweiz mit einem gemeinsamen Stand vertreten. Dort wird es wohl wie in allen Jahren zuvor hauptsächlich erbauliche, manchmal kritische, Gespräche geben. Daneben aber auch so allerlei Kleinkram wie den IG-Stiegen-Kalender, historische Wanderkarten oder Bierdeckel von Rolf Böhm. Und als kleines Geschenk zum bevorstehenden Feste auch noch eine weihnachtliche Postkarte.

Geöffnet ist:
Samstag 10:30 – 19:30
Sonntag 09:30 – 19:00

Mal schauen, vielleicht sehen wir uns.

Nachtrag:

Schön war es. Zeitweise rappelvoll am Stand. Viel Lob, wenig (und dann sehr konstruktive) Kritik. Kalender alle weg – nein, auch keine Restexemplare mehr.

Dank an alle, die mitgemacht haben.

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Und auch unsere neckische Weihnachtskarte ist restlos alle. Wer sie digital verschicken will:

Karte-Vorn

Den Engel gibt es wirklich. Den Weihnachtsmann nicht. Auch, wenn Ihnen die Nationalparkverwaltung erzählen wird, es sei genau umgekehrt.

Der Berg kreißte…

AGWege

Es tagte mal wieder die AG-Wege, die ihres Zeichens ja eigentlich die oberste Instanz der Nationalparkregion in Sachen Wanderwege sein sollte. Das Protokoll kann man HIER nachlesen. Es ist wie immer. Ich lese da: „berichtet“, „weist hin“, „informiert“, „unterstreicht“, “erläutert“, „regt an“ oder „gibt einen Ausblick“. Ich lese nicht ein einziges Mal: „beschließt“. Womit, wie seit Jahren, klar ist: dies ist eine reine Informationsveranstaltung der Nationalparkverwaltung, die den Mitgliedern der AG eine scheinbare Wichtigkeit vermitteln soll. Tatsächlich nähert sich deren Einfluss Null – und zwar von unten.

Zwei Dinge sind aber trotzdem interessant. Da beklagt zum einen die NPV, dass Trampelpfade zunehmend in Online-Karten als offizielle Wege auftauchen. Das war mir denn völlig neu. Kann aber daran liegen, dass ich solche Karten nur selten nutze. Doch davon abgesehen kenne ich auch keine (oder fast keine) tatsächlichen Trampelpfade. Könnte noch interessant werden.

Zum anderen ging es um den aktuellen Stand des Freischnitts von Wegen. Es wird dabei auf eine Anlage zum Protokoll verwiesen. Die aber nicht veröffentlich wurde. Da frage ich mich: warum nicht? Denn die Anlage, welche mir zugeflattert ist, enthält nichts Geheimnisvolles. Und auch nichts Blamables. Ganz im Gegenteil, sie zeigt, dass sich die NPV hier wirklich Mühe gibt. Man könnte mit einer Veröffentlichung also Punkte sammeln.

Aber vielleicht soll mit der Nichtveröffentlichung den AG-Mitgliedern ein klein wenig Exklusivität vermittelt werden, damit sie sich wichtiger fühlen. Ist egal, HIER die Anlage zum Nachlesen. Sie zeigt: es geht voran, die NPV macht hier was.

Wofür man ja auch mal Danke sagen kann.