Österliches

Update und Auflösung: Ganz richtig erkannt, der Hase hatte sich am Zugang zur Aussicht am Herrenhausfelsen in Herrnsketschen (Hřensko) versteckt. Da gehen wir bestimmt mal wieder hin, wenn die ganze Panik hier vorbei ist. Allen Miträtslern vielen Dank, die Gewinner haben schon eine Mail bekommen.

 

Da haben wir den Salat: Ostern, ein Wetter zum Helden zeugen, und wir dürfen nicht raus. Deshalb an dieser Stelle zunächst mal ein Gedicht:

 

Es sitzet da, der Osterhase,
und mümmelt traurig mit der Nase.

Das arme Tierchen darf nicht raus,
ein Virus geht jetzt um, oh Graus.

So fällt sie aus, die schöne Feier,
das geht ihm auf die Ostereier.

Doch fährt man heimlich raus ins Land,
da lauert gleich ein Denunziant.

Das alles, denkt der Osterhasi,
erinnert irgendwie an Stasi.

Auch Ordnungsamt und Polizei,
die sind jetzt ziemlich flott dabei.

Ach, wären sie nur halb so stark,
wenn Chrystal wird vertickt im Park.

Jedoch, der Has´ ist Optimist,
denn nichts bleibt ewig, wie es ist.

Und das, so denkt er, das ist fein,
und hoppelt in den Sandstein rein.

Und dann noch ein kleines Rätsel: wie nennt man den Ort, an dem sich der Mümmelmann im obigen Bild versteckt hat? Mailt mir die Antwort hier. Ich spendiere unter allen richtigen Lösungen einmal das längst vergriffene “Wandern mit Kindern” , einmal “Wandern für jedermann” und zwei original Rolf-Böhm-Bierdeckel.

  

Die Auflösung samt Gewinnern gibt es, wenn die Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Mein Tipp: das passiert spätestens am 23. April. Denn da beginnt der Ramadan.

Sanierung am Felsenpfad

Derzeit ist er weit, weit weg. Aber irgendwann werden wir ja auch mal wieder die Schönheiten Böhmens besuchen dürfen. Und dazu gehört ganz ohne Zweifel der Felsenpfad von Khaa. Den hat schon 1884 der rührige Gebirgs- und Verschönerungsverein für das Khaatal” angelegt. Seitdem ist immer mal wieder an dem Weg herumsaniert worden. Und jetzt ist es wieder mal soweit. Praktischerweise in einer Zeit, in wir Teutonen ihn ohnehin nicht besuchen können. Konkret geht es um den westlichen Teil des Pfades, also zwischen dem “Frischen Floß” (Zugang zur “Schatzkammer”) und dem namenlosen Talgrund. So richtig weiß ich zwar nicht, was da saniert wird, denn bei meinem letzten Besuch war eigentlich nichts wirklich kaputt. Lediglich das Geländer an den Brüdersteinen war recht marode, aber ansonsten?

Hier ist noch einmal der wegen der Sanierung gesperrte Abschnitt zu sehen:

Im Böhmischen haben wir schon jedwede Art der Wegsanierung erlebt: von sanft und mit Gefühl für die Landschaft bis hin zur Edelstahlapokalypse am Falkenstein war alles möglich. Hoffen wir mal, dass man sich hier für die sanfte Variante entscheidet. So schöne Abstiege wie dieser hier dürfte es dann aber nicht mehr geben. Ein bisschen schade.

Die Arbeiten sollen bis Ende April dauern. Passt ja wie Arm auf Eimer, dann dürfen wir ja hoffentlich auch wieder da hin. Aber bitte nicht alle auf einmal ins Khaatal stürzen!

Rätsel für Zuhause

Missliche Entwicklungen zwingen uns, zu Hause zu bleiben. Was umso ärgerlicher ist, da ein Wetter zum Helden zeugen herrscht. Aber ehe wir uns langweilen, rätseln wir mal wieder ein wenig. Viel Spaß dabei.

Das Foto unten zeigt natürlich die Kleinsteinhöhle. Das ist leicht. Aber könnt ihr auch den Rest erkennen? Klickt auf „Start Quiz“.

Märzquiz

Weil wir uns zu Hause die Zeit vertreiben müssen

Bähnle bis Hihedo und WLAN auf dem Felsen?

Ein Artikel von “Tag24” sorgt derzeit in den sozialen Netzwerken für einiges Buhei. Hier zum Nachlesen. Worum geht es? Landrat Michael Geisler (CDU) hat einige Ideen und Pläne zur weiteren Entwicklung in der Sächsischen Schweiz präsentiert.

  Michael Geisler

(Bildquelle: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Zunächst ein paar seiner Themen in der Kürze, dann zwei ausgewählte solche in der Länge:

  • Konsequenteres Vorgehen gegen Wild- und Falschparker. Find ich OK, so mancher Zeitgenosse parkt wirklich mehr als kreativ. Wenn alles voll ist, muss man halt einen anderen Stellplatz suchen und die Tour umplanen (passiert mir dauernd).
  • Ebenfalls konsequent soll gegen “Falschboofer” vorgegangen werden. Hier liegt Ärger in der Luft. Denn aller Verbote zum Trotz werden die traditionellen Boofen eben doch weiter genutzt. Vielleicht sollte man es erst mal eine Nummer kleiner angehen und wilde Lagerfeuer an völlig ungeeigneten Stellen (Felsriff) sowie den organisierten “Eventtourismus” in den Boofen bekämpfen. Schon das wäre ein personeller Kraftakt.
  • Es soll fette Zuschüsse für die Burg Hohnstein geben. Keine Frage, eine gute Entscheidung.
  • Für die Winterbergbaude soll endlich eine Lösung gefunden werden, ein neuer Pächter brauche dann aber auch dringend einen vernünftigen Pachtvertrag. Endlich erkannt. Ein zähes Ringen mit den Hardcore-Naturschützern steht da bevor.

Und jetzt etwas ausführlicher:

Es ist vom flächendeckenden WLAN im Elbsandstein die Rede. Nun, da hat der Verfasser des Artikels wohl etwas in die falsche Kehle bekommen. Denn das ist schlechterdings unmöglich. Man müsste ja Kabel quer durch den Wald ziehen und dann die Router an die Bäume schrauben. Schwachsinn. Gemeint ist wohl eher ein flächendeckender Mobilfunkempfang. Denn auch an dem hapert es beträchtlich. Das es geht, auch rein technisch gesehen, beweisen nur ein paar Kilometer weiter die Tschechen. Die sind aber auch recht kreativ. Ich denke da nur an den Funkmast in Jonsdorf (Janov), der gleichzeitig ein Aussichtsturm ist. Damit so etwas auch hierzulande geht, braucht es viel guten Willen und einen eher entspannten Blick auf diverse Verordnungen.

 Jonsdorf: Funkmast und Aussichtsturm

Und schließlich ist von der Verlängerung der Kirnitzschtalbahn bis Hinterhermsdorf die Rede. Machbar ist das, die Pläne dafür sind fast 150 Jahre alt, damals sollte es sogar bis Hinterdittersbach gehen.

  Bähnle

Ein zweistelliger Millionenbetrag, so Geisler, wäre erforderlich.

Ich finde, dieses Projekt hat Charme. Aber nur unter ein paar Bedingungen. So muss die Bahn zum einen enger getaktet und an die S-Bahn angepasst werden. Dazu müsste aber wahrscheinlich das bisherige, gefühlte, Schritttempo der historischen Wagen aufgegeben und moderne Züge eingeführt werden. Womit die Bahn – Problem – ihre historische Anmutung verlöre.

Zum zweiten müsste die Bahn auch in den normalen Tarif des VVO eingegliedert werden. Derzeit zahlt man Liebhaberpreise für die Fahrt. Das geht einmalig wegen des besonderen Erlebnisses in Ordnung. Für weitere Touren nimmt man dann doch das Auto, schon aus schnöden Kostengründen.

Und hier sehe ich die Quadratur des Kreises: soll die Bahn als Verkehrsmittel das Kirnitzschtal wirklich entlasten (was wünschenswert wäre), dann müsste sie sich zwangsläufig von der teuren und langsamen Touristenattraktion zu einem modernen und preiswerten Verkehrsmittel wandeln. Wollen wir also das Kirnitzschtal vom Autoverkehr entlasten? Dann müsste die Bahn ihren speziellen Charakter komplett ändern. Oder wollen wir eine touristische Attraktion und damit ein Alleinstellungsmerkmal? Dann kann eigentlich alles so bleiben, wie es ist. Was da gewollt ist, können ausschließlich die Betroffenen (also Anwohner und Touristiker) vor Ort entscheiden. Ich hoffe mal, das mit denen ausführlich gesprochen wird, ehe schon Geld für Gutachten und Machbarkeitsstudien verpulvert wird.

Weihnachtliches

Ich hab mal eine Frakturschrift benutzt. Einfach, um eines Busfahrers zu gedenken, der so auf eine etwas unbeholfene Weise  ausdrücken wollte, dass er der deutschen Sprache mächtig ist. Leider hat er die Fraktur sehr schlecht gesetzt. Ich hab mir Mühe gegeben und die beiden Formen des “s” sowie die Ligaturen beachtet. Hoffe ich zumindest. Wer trotzdem Satzfehler findet, möge sie mir um die Ohren hauen.

Für alle, die instinktmäßig aufschreien, sei gesagt: bei den Nazis war Fraktur verpönt, durfte in allen offiziellen Dokumenten nicht verwendet werden.

Und für alle anderen: ein frohes Fest, geruhsame Stunden und: überfresst euch nicht!

Grenzweg–Kalender 2020

Ich wollte eigentlich in diesem Jahr keinen Kalender machen. Aber nach der “spitzelmäßigen” Stellenanzeige der NPV (meine Gedanken dazu im vorigen Beitrag) dachte ich mir, man muss doch noch schnell ein wenig stänkern. Also geschwind im Archiv nachgeschaut und einen Kalender rund um den Grenzweg und den Fremdenweg gebastelt. Wie jedes Jahr gehen die meisten Exemplare (es gibt nur 20 Stück) an Freunde und Verwandte. Aber derer acht sind übrig. Und die seien hier angepriesen.

Die technischen Daten: Format A4-quer, Glanzdruck. 14 Seiten (zwölf Monate, eine Titelseite und eine Extraseite mit historischer Karte und QR-Code-Link zu einer detaillierten Wanderung).

Preislage: Miniauflagen sind nicht so preiswert, deshalb 15 Euro plus zwei Euro für den Versand.

Bestellung: bitte hier klicken und eine Mail schreiben. In der Mail die Postadresse nicht vergessen! Ich schicke den Kalender dann mit Rechnung auf die Reise. Bis zum 20. Dezember sollten die paar Stück ja weg sein. Und dann kommen sie auch bis zum Heiligabend an.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Drei Monate als Vorschau:

  April, September, Oktober

Tipp für Wanderfreunde: den Kalender einem NPV-Mitarbeiter schenken!

Tipp für NPV-Mitarbeiter: den Kalender heimlich zu Hause aufhängen. Oder in der Dienstelle auf dem Lokus. Dort aber Achtung: für ungehörige Zwecke ist der Karton zu hart und zu glatt!