Die Goldene Kugel

Aha, jetzt hat er nichts zu tun und erzählt uns hier das Märchen vom Froschkönig. Nein, liebe Freunde der Brüder Grimm, diese goldene Kugel findet man im Wald. Außerdem einen verschütteten Klettergipfel, zahlreiche mehr oder weniger gute Aussichten, Labyrinthartiges, eine abgespaltene Wand, Sanduhren satt und einen Franzosen auf dem Sprung. Ortskenner haben es schon bemerkt: wir befinden uns heute in der Gegend um Leupoldishain und die Nikolsdorfer Wände. Eine Ecke, in der auch an Großkampftagen im Nationalpark relative Ruhe herrscht. Von einer Ausnahme mal abgesehen, aber dazu später. Jetzt laufen wir erst mal los.

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Neue Zonierung im böhmischen Nationalpark?

Ja, in der böhmischen NPV wird ernsthaft über eine neue Zonierung nachgedacht. Eine Karte dazu gibt es schon. Näheres und eben jene Karte in hoher Auflösung hier. Drei Dinge sind mir spontan aufgefallen:

 

 

  1. Positiv
    • Der Übergang im Großen Zschand liegt nicht mehr in der Kernzone. Das dürfte auch den Druck auf die sächsische NPV erhöhen, diesen Weg endlich wieder frei zu geben.
    • Die Aussicht “Käs und Brot” (Foto) liegt auch nicht mehr in der Kernzone. Ein herrlicher Blick weit ins Land sollte also wieder allen Wanderern offen stehen.
  2. Negativ
    • Der Kinskypfad an der Balzhütte liegt neu in der Kernzone. Hier bahnen sich Konflikte an, da der Pfad als Geheimtipp gern begangen wird und in Privatinitiative auch markiert wurde.

Bleibt zunächst mal abzuwarten, wie diese Ideen dann auch umgesetzt werden. Spannend ist es auf jeden Fall.

Neues rund um Dittersbach (Jetřichovice)

Beschaulich liegt Dittersbach (Jetřichovice) im Tal, rund herum erheben sich die herrlichen Aussichten der Dittersbacher Felsenwelt. Ich bin hier mal ein wenig herumgekrochen und hab die eine oder Sache entdeckt, die neu ist. Man folge mir also zu einem neuen Aufstieg, der alte Treppen ignoriert und zu einer verrammelten Schutzhütte. Obendrein gibt es ein neues, altes Wirtshaus und leider nicht viel Gutes zu einem historischen Gebäude zu berichten. Aber lest am besten selbst.

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Ich hock in meinem Bonker…. Eine kurze Übersicht

Entlang der sächsisch – böhmischen Grenze trifft man immer wieder auf die kleinen Bunker der Schöberlinie. Irgendwie sind die für die Ewigkeit gebaut. Allerdings bergen die meisten keine Geheimnisse außer vielleicht ein paar hässlichen “Tretminen”. Von dreien dieser Bunker allerdings weiß ich, dass sie rekonstruiert wurden und man sie mit etwas Glück besichtigen kann. Alle drei befinden sich im Bereich Grundmühle (Dolský Mlýn) – Windisch Kamnitz (Srbská Kamenice) – Schemmel (Všemily). Eine kurze Übersicht.

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Hohle Tafel am Hohlen Stein

Hohler Stein-3

Der Hohle Stein bei Schemmel (Všemily) ist ein etwas versteckter, aber faszinierender Ort. Unter dem riesigen Felsüberhang, so vermuten Archäologen, lagerten schon in der Steinzeit Menschen. Richtige Ausgrabungen, die das bestätigen würden, hat es allerdings noch nicht gegeben. In späteren Jahren zumindest hat man die Höhle als Lager genutzt, sogar ein Gebäude reingebaut. Auch ein Wirtshaus gab es unmittelbar daneben. Heute gibt es eine nett gebaute Sitzgruppe und eine Erklärbär-Tafel. Und die hat es in sich.

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Kerbensteig im Video

Der legendäre Kerbensteig bei Hinterhermsdorf war 1836 der allererste Weg im Elbsandstein, der ausschließlich für die “Sommerfrischler” angelegt wurde. Bis 1945 galt er als einer der schönsten Wege der Region, danach wurde er, der die Grenze zwei Mal überquerte, gesperrt. Brücken wurden abgebrochen, Stege verfielen. Heute, nachdem die innereuropäischen Grenzen nicht mehr existieren, könnte der Weg sicher wiederbelebt werden. Ein hohes Maß an Desinteresse beider Nationalparkverwaltungen hat dies bisher verhindert.

Um so schöner, dass es Roland gelungen ist, die heute noch vorhandenen und begehbaren Teile des Weges in einem Video festzuhalten. Ich kann nur empfehlen, hier mal reinzuschauen. (Video läuft nur direkt bei Youtube)

 

Waldbrandgefahr und Boofenverbot

Es ist staubtrocken im Wald und obendrein saharamäßig heiß. Kein Wunder, dass es derzeit fast schon täglich zu Waldbränden im Nationalpark und drum herum kommt. Und nicht selten sind diese Brände das Ergebnis eines mehr als leichtfertigen Umgangs mit offenem Feuer durch, ich nenne sie mal, “erlebnisorientierte” Touristen.

Jetzt also knallt eine Verfügung des Landratsamtes herein, die man hier nachlesen kann. Quintessenz: zwischen 21 Uhr und 6 Uhr ist der Wald gesperrt. Das geht ganz klar gegen die Boofer. Dazu ein paar Gedanken:

  1. Es ist tatsächlich ein Unding, bei solchem Wetter mit offenem Feuer zu agieren. Als erfahrener Freiübernachter hat man zwar sicherlich die Frage eines geeigneten Untergrundes und das sorgfältige Löschen eines Lagerfeuers im Griff. Auf den Funkenflug allerdings hat man keinen Einfluss, und der kann bei der knochentrockenen Witterung schon reichen.
  2. Diese Waldbrände verursachen erhebliche Kosten, welche die Allgemeinheit tragen muss. Denn auch wenn solche Brände nicht nur negative Folgen haben (siehe weiter unten), so bleibt dennoch die Pflicht, zu löschen, ein Ausbreiten auf etwa private Waldflächen zu verhindern und die Wanderwege zu schützen.
  3. Die Sperrung des Waldes in der Nacht ist trotzdem ein Schnellschuss, weil nicht zu kontrollieren. Sowohl der Sachsenforst als auch die Nationalparkverwaltung sind chronisch unterbesetzt und zudem an die wenig flexiblen Arbeitszeiten des öffentlichen Dienstes gebunden. Mehr als ein paar Stichproben in den erlaubten Boofen sind da nicht drin. Von den hochattraktiven aber verbotenen Boofen in der Kernzone ganz zu schweigen.
  4. So ein Waldbrand hat nicht nur negative Folgen. Sehr gut lässt sich das am Rabenstein bei Dittersbach (Jetřichovice) in der Böhmischen Schweiz beobachten. Vor mehr als zehn Jahren hat es hier großflächig gebrannt. Ein Blitzschlag war Schuld. Heute sieht man, wie unter den Baumleichen eine neue, hervorragende Vegetation heranwächst. Genau jener gesunde Mischwald, den die Verwaltungen sonst mittels schwerer Technik erzwingen wollen.

 Frischer Wald unter abgebrannten Bäumen.

Am Ende überwiegen aber die negativen Folgen eines solchen Brandes, vor allem, wenn man die Kosten bedenkt. Inwieweit eine Verfügung eines Landratsamtes hier helfen kann, darüber kann man grübeln. Ich persönlich glaube nicht, dass sie viel bewirken wird.

Gaststättentest: Gasthof Uttewalde

Für diesen Test gab es einen besonderen Anlass: der Uttewalder Gasthof hat einen neuen Betreiber. Einen, der vorher in London in der gehobenen Gastronomie tätig war. Das lässt aufhorchen, denn in Uttewalde vermutet man vieles – beispielsweise einen Fuchs und einen Hasen, die sich Gute Nacht wünschen – aber ganz sicher keine gehobene Gastronomie. Wir retteten uns also vor einem Regenschauer in den Gasthof und wurden überrascht – und zwar positiv.

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