Geht doch!

Derzeit finden mal wieder die leidigen “Waldpflegemaßnahmen” statt. Mit ein paar Unterschieden: zum einen wird auf der Homepage des Nationalparks erstmals umfassend über Umfang und Ort der Arbeiten informiert. Das ist wirklich neu und ein Riesenfortschritt gegenüber vergangenen Jahren.

Zum anderen scheint die Verwaltung aber endlich – partiell –  jene Sensibilität entwickelt zu haben, die eines Nationalparks bei solchen Arbeiten würdig ist. Zumindest im Bereich der Wildwiese unterhalb der Affensteine konnte ich mich davon überzeugen. Zum einen: der befestigte Wenzelsweg als Lagerplatz und Hauptarbeitsweg nimmt durch die schwere Forsttechnik überhaupt keinen Schaden. Dazu ist er eben viel zu gut befestigt. Auf solchen Wegen sollen von mir aus Harvester fahren, dort sind sie gut aufgehoben.

2014-11-15 12.00.032014-11-15 12.00.12 Null Schäden

Aber auch bei den “Rückegassen” in den Wald hinein hat sich einiges verändert. Was ich sehen konnte, waren sorgfältig mit Reißig ausgepolsterte Wege, auf denen sich die schweren Maschinen bewegen konnten, ohne große Furchen in den empfindlichen Waldboden zu ziehen. Was jetzt noch an sichtbaren Schäden bleibt, sollte die Natur innerhalb von zwei bis drei Jahren von selbst gerichtet haben.

2014-11-15 12.01.16 So kann es gehen

Es geht also, man muss nur wollen. Was nichts daran ändert, dass ich zu diesen Arbeiten als solchen weiterhin kritisch stehe. Und wer Stellen kennt, an denen weniger sensibel vorgegangen wird und wo die bisher gewohnten “Mondlandschaften” auch in diesem Jahr wieder hinterlassen werden, der soll mir das gern mitteilen.

Neue Beschilderung

Wie aus den üblichen gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, werden die Schreibtische der Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung mit neuen Schildern versehen. Hier ein Muster:

2014-11-15 10.51.45

Mit diesen Schildern soll zum einen der Charakter des Arbeitsplatzes noch einmal betont werden und zum anderen unterstrichen werden, dass die entsprechend gekennzeichneten Mitarbeiter nicht entlassen werden können. Wobei das hier anzutreffende Verbot natürlich auch für eventuell anwesende Erschießungskommandos gilt.

Diese Seite in der Heimatsprache

Die Meißner Kanzleisprache, vulgo: das Sächsische, war es, die einst zur Herausbildung einer einheitlichen deutschen Schriftsprache führte. Und so ist es nur zu begrüßen, dass man jetzt auch diese Internetseite in jenem herrlichen Idiom genießen darf.

Und zwar hier: http://sandsteinpfade.de.saxophone.parallelnetz.de/

Das Ganze funktioniert übrigens mit jeder deutschen Webseite. Einfach mal ausprobieren. Ich hab mich vor Lachen gebogen.

Manuel Andrack in Pirna

An dieser Stelle mal ein Veranstaltungshinweis: “Wanderpapst” und IG-Stiegen- und Wanderfreunde-Mitglied Nummero 99, Manuel Andrack, ist am 5.11., also am kommenden Mittwoch, mit seiner aktuellen Show im Tom-Pauls-Theater zu Pirna zugegen. Restkarten gibt es noch an der Abendkasse. Schrulliges und Witziges rund um das Laufen in der Natur sind garantiert. Ich lasse mir das zumindest nicht entgehen.

Alle Infos dazu hier auf den Seiten des Theaters.

Der Kammweg rund um Gohrisch

Gohrisch, na ja, nettes Dorf, und gleich nebenan Gohrischstein und Papststein. Das kennen wir ja. Aber angeregt durch eine Beschreibung im neuen Buch des Stiegenbuchverlages wurde das hier eine wirklich schöne Runde. Und selbst jetzt, in den Herbstferien, waren wir auf derselben fast immer allein. Lediglich auf den Gipfeln der zwei Steine herrschte einiges Begängnis, aber selbst hier konnten wir (fast) immer auf Routen ausweichen, die Ruhe versprachen. Also, wandern wir mal los:

2014-10-28 13.48.35 Es herbstet.

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Wandern mit Rudolf

Immer wieder entdeckt man Kurioses in den Tiefen des Internets. In diesem Fall auf der Homepage des Panoramahotels Lilienstein. Dort gibt es unter der Rubrik “Wanderkartenausschnitt” einen solchen aus einer Karte von Rolf Böhm zu sehen. Hier. Beschriftet als: “Rudolf Böhms Große Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000” von Rolf Böhm Dresden / Berlin Rembrandtstraße 1 in 01219 Dresden”. Grins. Nicht nur, dass Rolf Böhms Verlag schon seit Ewigkeiten nicht mehr in Berlin oder in Dresden, sondern sehr wohl in Bad Schandau beheimatet ist, nein, er heißt auch tatsächlich immer noch Rolf und nicht Rudolf. Wovon man sich hier überzeugen kann.

Lilienkarte

Eine lässliche Schlamperei? Na ja, wenn man sich diverse Bewertungen des Hotels ansieht, etwa hier bei Tripadvisor, dann scheint es, dass solcherlei Tun hier eher zum Gesamtkonzept gehört. Wobei ich selbst da keine Erfahrungen habe und deshalb ausdrücklich darauf verweise, dass ich hier nur zu der Bewertungsseite verlinke, ohne mir deren Bewertungen zu eigen zu machen. Was ich allerdings einschätzen kann, ist die zum Hotel gehörige Felsbaude auf dem Lilienstein. Und dort hat es mir, Verzeihung, ob der Preise genauso die Latschen ausgezogen wie ob des Umgangstons des Zapfhahnbedieners.  Rudolf, hilf!