….hätte ich hier gern geschrieben und damit ein holpriges Wortspiel veranstaltet. Zu loben gibt es aber leider nichts. Denn der Wanderweg an der Gelobtbachmühle bei Schöna ist nun schon mehr als zehn Jahre versperrt. Warum? Man kann nur mutmaßen: der Weg führt über das Privatgelände der Mühle, und ihr Besitzer hat wohl keine Lust, der leidigen Wegesicherungspflicht zu genügen. Allerdings gibt es dutzende Beispiele, wo eben diese Pflicht von der jeweiligen Gemeinde übernommen wurde, und damit allen Beteiligten geholfen war. Warum es ausgerechnet hier nicht geht – keine Ahnung.
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Rumms!
Ja, da ist es wiedermal passiert: ein fetter Felsbrocken ist im Kirnitzschtal abgegangen, er blockiert jetzt die Straße. Drei Kreuze: niemanden ist etwas passiert. Aber wenn man sich das Ding so ansieht: es hätte auch anders kommen können.
Ein Bericht mit einigen Bildern hier bei der Sächsischen Zeitung.
Was bleibt: der Sandstein als solcher ist ein ständig erodierendes Etwas. Und immer wieder wird es solche Felsstürze geben, und niemand kann sie vorhersagen. Es gehört zur Natur der Sächsischen Schweiz, dass es immer wieder, fast jedes Jahr, solche Ereignisse gibt. Und es gehört in den Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung, dass so gut wie nie Personenschäden damit verbunden sind. Denn selbst der größte Brocken braucht nur Sekunden für seinen Absturz, und die Wahrscheinlichkeit, dass gerade in jenen Sekunden ein Mensch in der Absturzschneise steht, ist verdammt gering.
Für den Moment: die Straße durch das Kirnitzschtal ist gesperrt. Beliebte Ziele wie der Kleine und der Große Zschand, die Neumann-, Felsen- oder Buschmühle, Kleinstein und Arnstein oder der Lichtenhainer Wasserfall samt Kuhstall sind also nur über Umwege, also über Ottendorf oder Hinterhermsdorf zu erreichen. Misslich, vor allem für die Wirte der vielen Ausflugsgaststätten. Mal sehen, wie schnell die Straße beräumt ist. Rein technisch dauert das zwei Tage. Aber die Bürokratie ist eine eher behäbige solche. Ich würde mich also nicht wundern, wenn auch am Ende des Monats der Brocken noch die Straße blockiert.
Update 3.9.2014: Mittlerweile ist der Brocken tatsächlich innerhalb nur eines Tages zertrümmert und geräumt worden. In der Nacht zuvor hatten ihn Kletterer bestiegen und als Gipfel “Eintagsfliege” getauft. Die Straße allerdings soll noch zwei Wochen (!) gesperrt bleiben. Ich sehe da schon den einen oder anderen Wirt einer Ausflugsgaststätte in den Tisch beißen, denn jetzt ist schönes Spätsommerwetter gemeldet – wieder Sense mit dem Umsatz.
Freier Eintritt am Prebischtor
Na ja, aber leider nur an einem Tag, nämlich am kommenden Samstag, 26.7.14. Auf diese Art und Weise wird recht bescheiden das 50. Jubiläum der “Unter-Schutz-Stellung” des Naturdenkmals gefeiert. Ehrlich: am Prebischtor herrscht schon so ein schweres Begängnis, und wenn dann noch der Eintritt frei ist, dann sieht man wahrscheinlich das Tor vor lauter Menschen nicht mehr.
Aber wer möchte, der soll sich das gern antun. Und sollte nachher nicht vergessen, noch einen Abstecher zum Kirnitzschtalfest zu machen, wo er am Depot der Straßenbahn auch die IG Stiegen- und Wanderfreunde antreffen kann.
Ab Sonntag wird dann am Prebischtor, welches übrigens aus dem Nationalpark ausgegliedert wurde und in Privatbesitz ist, wieder Eintritt verlangt: 75 Kronen (3 Euro) für Erwachsene, 25 Kronen (1 Euro) für Kinder.
IG Stiegen- und Wanderfreunde beim Kirnitzschtalfest
Der IG-Stand im vergangenen Jahr. Diesmal wird er etwas größer.
Auch in diesem Jahr, nämlich am kommenden Wochenende (26.-27.7.14), findet wieder das Kirnitzschtalfest statt. Und nachdem wir mit der IG Stiegen- und Wanderfreunde im vergangenen Jahr schon vertreten waren, lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, auch diesmal wieder dabei zu sein. Man findet uns im Depot der Kirnitzschtalbahn. Es gibt an unserem Stand:
- reichlich Informationen zu erlaubten und weniger erlaubten Wegen im Elbsandstein
- ein Gewinnspiel
- T-Shirts, Aufkleber, Wanderbücher, Literatur rund um die Sächsische Schweiz
- eine kleine Fotoausstellung von Naturschönheiten, die man uns vorenthalten will
- den Film “Die ultimative Stiegentour”
Das gesamte Festprogramm findet man hier.
Die Bahn hat sich für den Sonnabend etwas besonderes einfallen lassen: die S-Bahn ab Dresden fährt nur bis Pirna, ab dort dann Schienenersatzverkehr nach Bad Schandau. Perfektes Timing, pünktlich zum Fest schaffen die Nasen mal wieder Chaos. Aber von denen hatte man eigentlich auch nichts anderes erwartet. Wer es dann bis Bad Schandau geschafft hat, der kann kostenlos mit der Kirnitzschtalbahn bis zum Straßenbahndepot fahren. Immerhin. Mein Tipp also: mit Auto bis Bad Schandau, ab dort dann per Straßenbahn weiter.
Schwedenlöcher wieder offen
Das ging nun mal wirklich schnell: pünktlich vor Pfingsten ist der beliebte Weg durch die Schwedenlöcher wieder offen. Alles in allem haben die Reparaturen also nur drei Tage gedauert. Höchst erfreulich, und der Beweis, dass auch eine Behörde wie die Nationalparkverwaltung zügig handeln kann, wenn sie denn nur will. Ich persönlich finde das wirklich sehr erfreulich, auch wenn ich die Schwedenlöcher über Pfingsten aus naheliegenden Gründen eher meiden werde. Und außerdem bleibt natürlich die Hoffnung, dass der Ausbau diesmal so solide passiert ist, dass er nicht schon beim nächsten Starkregen (und der kommt so sicher wie das Amen in der Kirche) wieder weggespült wird.
Mit Hightech durch Böhmens Wälder
Eine nette Nummer hat sich da die böhmische Nationalparkverwaltung einfallen lassen: rund um Dittersbach (Jetřichovice) gibt es seit kurzem einen Lehrpfad, dessen Inhalte und Erklärbären nicht auf großen Tafeln den Wegesrand verunzieren, sondern sich vermittels einen Smartphones oder Tablets eschließen. Feine Idee, dachten wir, und haben das Ganze gleich mal ausprobiert. Hier also ein Tourentipp mit Lehrpfad in der Böhmischen Schweiz sowie zwei Abstechern vom Wege, um der ganzen Runde ein wenig Würze zu geben.
Tschechische Gelassenheit
Am Wochenende habe ich mir mal ein Stündchen Zeit gegönnt, und bin eine Runde über die Tourismusbörse in Bad Schandau geschlichen. Und dort traf ich, am hervorragend mit deutschem Material ausgestatteten Stand der tschechischen Touristiker, auch die Wirtin der Balzhütte (Na Tokani). Es gab ein wunderbares Gespräch.
Rund um Berggießhübel
Die Gegend um Bad Gottleuba und Berggießhübel hat es nicht leicht: zum Erzgebirge gehört sie nicht mehr, und zur Sächsischen Schweiz noch nicht. Weshalb sie immer wieder hinten runter fällt, wenn es um Beschreibungen der Natur geht. Sehr zu Unrecht, wie mir jetzt Markus, seines Zeichens Mitglied der IG Siegen- und Wanderfreunde, auf einer wunderbaren Tour bewiesen hat. Vorab schon mal ein Fazit: hier gibt es jede Menge kleiner Perlen, denen aber allen samt irgendwie die Fassung fehlt. Eigentlich herrliche Aussichten wachsen komplett zu, Bänke modern vor sich hin, und gescheite Wanderkarten gibt es schon gar nicht. Aber das soll niemanden abhalten, denn von diesen kleinen Meckereien mal abgesehen, hat die Ecke wirklich was zu bieten. Weshalb ich jetzt auch gleich ins Detail gehe:
Rundblick vom “Rektor-John-Platz”.