Tschechische Gelassenheit

Am Wochenende habe ich mir mal ein Stündchen Zeit gegönnt, und bin eine Runde über die Tourismusbörse in Bad Schandau geschlichen. Und dort traf ich, am hervorragend mit deutschem Material ausgestatteten Stand der tschechischen Touristiker, auch die Wirtin der Balzhütte (Na Tokani). Es gab ein wunderbares Gespräch.

DSCN6992 Die Balzhütte

Ich: “Jetzt muss ich doch mal fragen, wer den Kinsky-Jägerpfad hinter der Balzhütte markiert hat?”
Sie: “Ach, den kennen sie?” (Holt die Skizze mit dem Wegeverlauf raus) “Ja, den Weg haben wir hier mal aufgemalt.”
Ich: “Die Skizze stammt aber aus einem Buch von Axel Mothes.”
Sie: (lacht): Ja, ja. Das haben wir ja gelesen, und dann gesucht, und die Treppen gefunden, und dann haben wir einen Rundweg markiert.”

DSCN6813 Wegemarkierung am Kinsky-Jägerpfad

Ich: “Aber hat es denn da keinen Ärger mit der Nationalparkverwaltung gegeben?”
Sie: (lacht immer noch) “Ach ja, zwei Jahre lang haben die die Wegweiser immer wieder weggemacht, aber dann hatten sie sich dran gewöhnt, jetzt lassen sie uns in Ruhe.”
Ich, in Gedanken: Halleluja!

Soviel pragmatische Gelassenheit würde ich unserer deutschen Nationalparkverwaltung auch mal wünschen. Aber es wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

DSCN6997 Aussicht “Marienruh” am Kinsky-Pfad

DSCN6821 Uralte Treppen auf dem Pfad

Und hier noch eine Kartenskizze, die den markierten Teil des Fürst-Kinsky-Jägerpfades zeigt. Ursprünglich ging der Pfad Richtung Norden noch weiter, hier fehlt aber heutzutage eine Brücke und die Wegführung ist im Sommer durch sehr hohes Farn nur noch schwer auszumachen.

Karte Pfad (Quelle: Open Street Map)

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