Ein paar Neuigkeiten aus Böhmen

Kleinkram, den man aber auch mal vermelden muss, es gibt aus dem Paulinengrund und vom Prebischtor etwas zu berichten.

Paulinenteich   Prebischtor

Paulinengrund:

Hier fehlte seit einem guten Jahr eine Brücke über den Kreibitzbach, welche von einem umstürzenden Baum zerdeppert wurde. Alternativ konnte man den Bach nur über ein Konstrukt….

Wackeliges Konstrukt Wackelig

….oder watend überqueren.

Nasse Füße. Nasse Füße.

Damit ist es vorbei, eine neue Brücke lässt den Wandersmann wieder trockenen Fußes über den Bach kommen. Eine Zierde ist die Brücke sicher nicht, aber sie erfüllt ihren Zweck.

Neue Brücke. Neue Brücke.

Ärgerlich: in den Bachbiegungen des Paulinengrundes haben die Regenfälle der letzten Wochen Unmengen von Zivilisationsmüll angespült. Das sieht richtig versifft aus. Hier wäre wohl mal ein Arbeitseinsatz fällig.

MüllbergeMüllberge  MüllbergeMüllbergeMüllberge

Prebischtor

Selbiges war den bisherigen Winter über gesperrt, ein Schild kündete von Sanierungsarbeiten. Wir konnten lediglich eine Stelle auf dem Zugang zum Tor entdecken, an der wohl der Hang samt Weg abgerutscht ist. Hier wird nach wie vor gearbeitet.

BaustelleBaustelle

Ansonsten konnten wir keinerlei Veränderungen feststellen.

Schon etwas länger gibt es die die neue Absperrung in Richtung Fremdenweg, die ja nun wirklich mehr einer Panzersperre gleicht als einem Tor.

Gegen alles Dicht gemacht

Hier scheint sich allerdings Volkes Wille mal wieder durchzusetzen. Links von der Absperrung tut sich eine Umgehung auf, es hat sich schon ein Trampelpfad gebildet. Ich hab den im nächsten Bild mal eingezeichnet. Aber bitte große Vorsicht walten lassen: der Pfad geht an zwei Stellen recht hart an der Kante lang. Und wenn man hier abstürzt, dann richtig.

Pfad  Schleichweg

Noch eine Kleinigkeit: am Fuße des Prebischtores, wo der Gabrielensteig beginnt, gibt es jetzt einen rekonstruierten historischen Wegweiser. Nette Sache.

Wegweiser Wie früher

Noch bis Ende März kann man das Prebischtor nur an Freitagen, Samstagen und Sonntagen besuchen, es wird kein Eintritt verlangt. Ab April ist wieder die ganze Woche geöffnet, es werden dann wieder rund drei Euro Eintritt fällig.

Blick vom Kreuzstein

Blick vom Kreuzstein

5 Gedanken zu „Ein paar Neuigkeiten aus Böhmen

  1. An der neuen Umgehung der Absperrung in Richtung Fremdenweg hinterm Prebischtor ist wirklich allerhöchste Vorsicht geboten. Ich habe mir sie nicht getraut, bin dafür mit einem kurzen Stück Seil in Abseilstellung außen um die Absperrung herum. Das ist natürlich auch nicht jedermanns Sache. Aber wer die Umgehung machen will, zu zweit ist und ein Stück Seil von ca. 10 Meter Länge hat, sollte damit sichern. Dort ist es absolut steil und wegen Nordseite immer Schatten und feucht. Wer dort abrutscht, fliegt 30 Meter runter. Und genau dort unten sind die Müllkippen aus Plaste, Glasscherben und anderem Unrat vom Gaststättenbetrieb, und es wäre doch schade, wenn dann auch noch Menschenknochen mit dabei wären. Irgendwann wird man auch diese neue Umgehung mit Stacheldraht verrammeln. Zur Wanderausrüstung wird künftig also auch ein Bolzenschneider gehören müssen.

  2. Es ist schade, dass man nicht mehr zur „Klobude“ gehen kann, aber warum so umständlich. Machen wir es wie der Wirt vom Hotel. Der hangelt sich an einen Seil aus dem Tor hinauf auf Selbiges. Hab es schon beobachten können. Der ist in 2 Minuten vom Freisitz oben.

  3. Hat sich mal jemand angeschaut auf wie vielen Kilometern es keinen legal begehbaren Grenzübergang nach Tschchien gibt. Warum auch? In Hrensko, Mezní Louka und am Prebischtor floriert das Geschäft mit den Touristen. Da kommen die Auerhähne und -hühner doch grade recht. Wahrscheinlich wäre es den meisten Touristen eh zu weit von Deutschland aus zu laufen und für die paar Wanderer ist ja der Weg das Ziel die können ja dann den Umweg über die legalen Übergänge machen (Hinterdittersbach/Rabensteine oder Niedermühle) die paar Kilometer mehr geht man doch gerne.

    P.S. Im Paulinengrund war letzten Sommer schon reichlich Müll zu finden.

    1. Hinterdittersbach ist einfach zu weit. Grenzenloses Wandern mitten in Europa 2017 – nicht im Nationalpark. Schon ein starkes Stück. Dass da von tschechischer Seite auch wirtschaftliche Gründe mit ursächlich sein können, hatte ich mir auch schon gedacht. Die Nummer mit den Auerhähnen ist ja der Running Gag schlechthin seit wievielen von Jahren? 25?

      Mit wenig Aufwand könnte man auch eine wesentliche Verbesserung für Wanderer zwischen Schmilka und Herrnskretschen mit der Öffnung der Johannespromenade erreichen. Aber nicht dass dann einer auf die Idee kommt seine Karre in Schmilka statt in Herrnskretschen für 4 fuffzig zu parken, also lieber nicht.

      1. Wobei die Johannespromenade genau genommen nur rund 50 Meter innerhalb der tschechischen Kernzone verläuft und damit auch nur auf diesen wenigen Metern gesperrt ist. Alles andere wird zwar nicht mehr unterhalten, ist aber auch nicht gesperrt. Kontrollen gibt es dort ohnehin nicht.

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