Archiv der Kategorie: Tourismus

Zittauer Gebirge zwei: Nonnenfelsen und Mühlsteinbrüche

So, wie versprochen, hier eine erste Wanderempfehlung. Für die gibt es keinen GPS-Track, dieweil sie ganz spontan entstanden ist. Spontan aus folgendem Grund: 15 Uhr an der Jugendherberge angekommen, war dort alles verrammelt und nur ein Zettel an der Tür: ab 17 Uhr könne man sich melden. Also die Idee: wir gehen noch eine entspannte Runde über den Nonnenfelsen. Es wurde mehr.

DSCN1889 Der Nonnenfelsen.

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Zittauer Gebirge Eins–die Entdeckung der Langsamkeit

Ich bin zurück nach einer Woche Urlaub im Zittauer Gebirge. Herrliche Landschaft, atemberaubende Aussichten, wunderbare Wege, die allesamt auch noch vorbildlich markiert sind. Und dennoch: irgend etwas stimmt hier nicht. Weshalb ich diese kleine Serie rund um den wunderbaren Landstrich mal mit einigen allgemeinen Bemerkungen beginnen möchte.

DSCN2111 Blick auf den Sokol

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Elbsandstein-Gruppe gibt den Nationalpark-Titel zurück

Schwupp, da war es einer weniger. Aber nicht irgend wer, sondern die “Elbsandstein-Gruppe”, die mit ihren Gasthäusern Winterberg, Papststein, Zeughaus, Kuhstall, der Baude am Aufzug in Bad Schandau und dem Cafe im Bahnhof Band Schandau zu den “großen” Playern im Tourismusgeschäft der Region zählt.

DSCN5877 Altes Zeughaus

Aber natürlich gibt es die Gruppe noch, und auch in den Gasthäusern wird man weiterhin bewirtet. Aber den zertifizierten Titel “Nationalpark-Partner”, den haben sie jetzt freiwillig zurückgegeben.

Eine Erklärung dazu findet man im Webauftritt der Gruppe, hier.

Und trotz diplomatischer Formulierungen schimmert da ja etwas durch: da hat jemand einfach die Faxen dicke. Mal sehen, wer noch folgt. Es bröckelt mal wieder in der Gutsherren-Verwaltung am Elbkai. Und irgendwann kracht es.

Update, 13.7.2015: ein Interview mit Marc Henkenjohann zu seinen Beweggründen findet sich hier.

Malerweg in Obervogelgesang–die ewige Leier

Der Stunk geht nun schon ein paar Jahre: der Malerweg zwischen Obervogelgesang und Naundorf ist in einem schlechten Zustand. Grund: die private Besitzerin des Flures weigert sich, notwendige Instandsetzungen durchzuführen. Sie weigert sich aber auch, diese von der Gemeinde auf deren Kosten durchführen zu lassen. Warum sie das tut, bleibt ihr Geheimnis, da sie sich auch jedem Gesprächsangebot verweigert. Grund genug, mal den momentanen Ist-Zustand des Weges zu erkunden.

DSCN1465 Das ist kein Premium-Weg

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Nochmal zu den Klammen bei Herrnskretzschen

Da haben doch so allerlei potentielle Ausflügler bei mir angefragt, wann denn die Boote in den Klammen bei Herrnskretzschen wieder fahren. Deshalb hier ein kleiner Serviceteil:

Edmundsklamm:

Ab 4. März 2015, täglich 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Preise:

  • Erwachsener: 80 Kronen (3 Euro)
  • ermäßigt (Kinder bis 15, Rentner, Behinderte, Hund): 40 Kronen (1,50 Euro)
  • Kinderwagen und Fahrräder kostenlos
  • letzte Abfahrt Richtung Stimmersdorf: 17:30 Uhr, letzte Abfahrt Richtung Herrnskretzschen: 18:00 Uhr

Wilde Klamm:

Ab 4. März täglich 9:00 Uhr bis 17 Uhr.

Preise:

  • Erwachsener: 60 Kronen (ca. 2,50 Euro)
  • ermäßigt (Kinder bis 15, Rentner, Behinderte) 30 Kronen (1 Euro)
  • Kinderwagen, Fahrräder und Hunde kostenlos
  • letzte Abfahrt Richtung Herrnskretzschen 17 Uhr, Richtung Rainwiese 16:30 Uhr.

Hunde müssen immer einen Maulkorb tragen!

Persönlicher Tipp:

Die meisten Besucher absolvieren die “klassische Runde”: also Start in Herrnskretzschen, dann durch beide Klammen und weiter über Rainwiese und den Gabrielensteig zum Prebischtor und von dort zurück nach Herrnskretzschen. Entsprechend ist der Andrang an den Booten in dieser Richtung immer ein großer solcher. Deshalb ganz einfach die Runde in umgekehrter Richtung gehen, und sofort wird es ruhiger. Na ja, soweit man auf so einer absoluten Massentourismus-Route von Ruhe reden kann.

Stiegentreffen beendet

So, da ist das nunmehr vierte Treffen der Stiegenverrückten auch wieder vorbei. Wie immer gab es reichlich zu fachsimpeln und zu diskutieren, vor allem mit den beiden kompetenten Vertretern der Nationalparkverwaltung, die wie immer keiner Frage aus dem Wege gingen. Wobei, nun ja: die Fragen sind seit Jahren dieselben, die Antworten auch. Aber trotzdem: gut, miteinander zu reden.

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Obendrein hab ich noch zwei Dinge entdecken können.

Erstens: eine geheimnisvolle Stufenreihe.

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Und zweitens: eine unglaubliche Aussicht.

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Beides gar nicht weit vom Ort des Treffens entfernt. Na, wo? (Wer dabei war, darf natürlich nicht mit raten.)

Die Jungs von der Baubude….

….sind schon ein besonderer Menschenschlag. So haben sie beispielsweise auf der S 165, also der Straße zwischen Rathewalde und dem Abzweig zur Bastei, einen Durchlass erneuert. Und obendrein eine neue Asphaltdecke aufgebracht, weshalb eben jene wichtige Zufahrt zum Touristenhighlight Bastei an diesem Wochenende voll gesperrt war. Wovon ich, diesmal nicht als Ausflügler, auch betroffen war, dieweil ich in Stürza zu tun hatte und dann noch nach Lohmen weiter wollte.

Nun ja, dass da gesperrt ist, das wurde kurz vor der Angst auch angezeigt, von einer weiträumig ausgeschilderten Umleitung konnte keine Rede sein. Entsprechend irrten dann auch dutzende Autos und auch Reisebusse herum und versuchten irgendwie, zu wenden und eine neue Route zu finden.

Das ist an sich schon ärgerlich genug, zumal es ja stellenweise spätsommerliches Wetter gab und die Anzahl der Ausflügler entsprechend hoch war. Aber so richtig der Hut hoch gegangen ist mir, als ich mich dann doch mal bis zur Baustelle vorgetastet hatte. Die Straße war nämlich fertig, hätte ohne Probleme mindestens einspurig, wahrscheinlich aber in beide Richtungen befahren werden können. Ging aber nicht, weil die Baubudenrülpse zwei Bagger quer gestellt hatten. Welche zumindest von Motorradfahrern fleißig umfahren wurden. Mit Autos ging das leider nicht.

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Gibt es eigentlich überhaupt irgend eine öffentliche Baustelle, auf welcher Hirn waltet? Gibt es so etwas wie eine gemeinsame Verantwortung für die Region, welche auch die Tatsache beinhaltet, die Auswirkungen von Baustellen auf den immens wichtigen Tourismus so gering wie möglich zu halten? Oder gibt es tatsächlich den Prototypen des Wurstbemmen fressenden und Fickhefte lesenden Baurüpels, der seinen Bagger vor einer fertigen Straße quer stellt, weil nun einmal “Sperrung” beschlossen wurde?

Wohlgemerkt: selbst wenn die “Abnahme” der Straße noch ausstand: mit etwas guten Willen hätte man hier eine Lösung finden können. Aber wozu guten Willen, wenn man einen Bagger hat.