товарищ Ленин

Manchmal findet man Dinge am Wegesrand….. So auch diesen Genossen Lenin, als fast nicht mehr erkennbares Relief im Schindergraben bei Hohnstein. Die verblasste Inschrift dazu besagt, dass wohl ein Rotarmist das Teil in den 1960er Jahren in den Sandstein gekratzt hat.

DSCN0156 Wladimir Iljitsch.

In ein paar Jahren wird er wohl verschwunden sein. Also, Proletarier aller Länder: schnell noch mal nach Hohnstein.

Wegegedanken: eine Fee und blaue Punkte–der Frinzberg

DSCN0105Aussicht vom Frinzberg

Wir befinden und in der Gegend des Polenztales und des Brandmassivs. Die beide sicher jeder kennt, denn ersteres ist ein wahrhaft beschauliches Tal, zweiteres ein beliebtes Ausflugsziel samt Wirtshaus und herrlicher Aussicht. Und die gedachte Verlängerung eben dieses Brandmassives ist der Frinzberg. Irgendwann im finsteren Mittelalter, so gegen 1450, stand hier oben ein Vorposten der Burg Hohnstein. Von dem künden noch zwei Höhlen, eine davon ganz deutlich von Menschenhand geschaffen, und ein spannender Pfad über den Gipfel des Berges. Nur, leider leider, die Spielverderber von der Nationalparkverwaltung haben das alles mal wieder mit Eifer gesperrt. Wer hier dennoch auf Erkundung geht, der riskiert ein Bußgeld. Oder er pfeift auf dasselbe und folgt mir:

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Bildberichterstattung

Hin und wieder surfe ich mal auf der Seite der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz herum. Wer sie noch nicht kennt: hier ist sie.

Auf dieser Webpräsenz findet man so allerlei Wissenswertes rund um den Nationalpark, auch der Wandermann wird an der einen oder anderen Stelle fündig. So gibt es hier beispielsweise, ein wenig versteckt, recht detaillierte Karten der ausgewiesenen Kletterzugänge. Und selbige dürfen ja bekanntlich auch von Wanderern benutzt werden, womit sich nette Touren ergeben können.

Nur leider wird die Seite nur relativ selten aktualisiert. Und so findet sich an dieser Stelle unter der Überschrift “Förster im Nationalpark”  ein Schmäckerchen der besonderen Art. Zeigen doch die illustrierenden Fotos in schönster Idylle einen Waldarbeiter mit Motorsäge und einen weiteren solchen, der das geschlagene Holz ganz traditionell per Rückepferd bewegt.

Die Realität sieht anders aus, wie gerade auch den letzten Wochen wieder Diskussionen und Medienberichte über von schweren Forstmaschinen zerstörte Wälder und Wanderwege zeigten. Weshalb man die Fotos, der Ehrlichkeit halber, doch besser austauschen sollten. Hier ein paar Vorschläge:

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Bild 1 möge das segensreiche Wirken dieser schweren Maschinen in einem Gebiet verdeutlichen, welches die höchste in Deutschland mögliche Kategorie des Naturschutzes darstellt.

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Bild 2 sollte anstelle des Rückepferdes erscheinen, denn ein solches Tier ward schon seit Jahren nicht mehr im Nationalpark gesichtet.

Kuhstall0002

Bild 3 ist eine Montage, nicht echt und trotzdem irgendwie realistisch. Alles nur eine Frage der Zeit.

I wanna be anarchy

Wie bereits vermeldet, ist Wanderguru Manuel Andrack seit einiger Zeit Mitglied der “IG Stiegen- und Wanderfreunde”, worüber wir uns natürlich sehr gefreut haben. Jetzt hat er in seinem Blog auch eine kleine Geschichte dazu veröffentlicht. Sie trägt den Titel: “Mit einem Wanderanarchisten durch die Sächsische Schweiz”. Wer da wohl gemeint ist? An dieser Stelle habe ich mich dann auch gefreut. No pasaran!

Gastronomische Tristesse im Kirnitzschtal

DSCN0026Eigentlich war das eine herrliche Runde, auf schmalen Pfaden und Kletterzugängen rund um die Auerhahnwände. Nur am Ende der Tour, welches eigentlich traditionell mit einer Einkehr begangen wird, sah es trübe aus.

Es gibt in dem Bereich, in dem wir unterwegs waren, fünf Gasthäuser: den “Lichtenhainer Wasserfall”, die “Felsenmühle”, die “Neumannmühle”, die “Buschmühle” und das “Alte Zeughaus”. Großer Mist, nicht eines davon war geöffnet. Besonders ärgerlich: die “Buschmühle” war geschlossen, obwohl auf ihrer Webseite etwas anderes angesagt wurde.

Nun ist mir klar: auch ein Gastwirt will mal Urlaub machen, und er muss damit zwangsläufig auf den Winter ausweichen, wenn er eine Wandereinkehr betreibt. Aber bei einem solch milden Winter wie diesem, wo die Parkplätze auch Mitte Januar noch gut belegt und zahlreiche Wanderer im Wald unterwegs sind, sollte doch etwas mehr Servicebewusstsein vorhanden sein. Warum stimmt man sich nicht ab, und macht, zumindest an den Wochenenden, zumindest eine der fünf Gaststätten auf? Genug Besucher waren auf jeden Fall da, um selbige gut zu ernähren.

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Ich höre immer wieder Klagen, dass die Saison in der Sächsischen Schweiz recht kurz sei, und es somit für alle im Tourismus Tätigen schwer ist, in dieser kurzen Saison auf ihr Geld zu kommen. Nun ja, in diesem Jahr ist die Saison, den Kapriolen des Wetters geschuldet, um einiges länger. Und keiner nutzt das? Dann kann es ja doch nicht so schlecht laufen…. Übrigens würde ich auch keine komplette Speisekarte erwarten – ein paar simple Standardgerichte und ein frisch Gezapftes würde mir völlig reichen.

Nur zur Klarstellung: all diese erwähnten Gasthäuser sind eigentlich sehr zu empfehlen, die “Buschmühle” gar mein persönlicher Favorit, wenn es um die Einkehr geht. Ja, wenn sie denn geöffnet wäre… Hoffen wir einfach mal, dass bei weiteren milden Wintern hier ein wenig mehr Servicegedanken greift. Das kriegen wir doch hin, oder?