Das ist als Titel und Überschrift an einen literarischen Klassiker angelehnt, den wohl jeder gleich erkennen wird. Na ja, jeder mit halbwegs rudimentärer Bildung. Viel Spaß beim Anschauen.
Links und Rechts der Dürrkamnitzschlucht
Oder: verloren im Mikado-Dickicht
Na, das war mal eine Runde. Zunächst viel zu sehen auf teilweise sehr einsamen Pfaden. Dann aber ein Abstecher, der sich zu einem hoffnungslosen Kampf gegen des Borkenkäfers wildes Treiben ausweitete. Aber dazu später. Zunächst war die Idee, das kleine böhmische Örtchen Elbleiten (Labská Stráň) in die Tour einzubinden. Dieweil mir zugetragen wurde, dass die dortige Dorfkneipe – ehedem von außen eher als Spelunke klassifiziert – mittlerweile fein aufgehübscht und zu empfehlen sei. Das sollte getestet werden. War auch nix, aber auch dazu später mehr.
Zunächst laufen wir einfach mal los.
Hoffnung für den Großen Winterberg
Update am 2. April 2026: Ganz klar, das war ein Aprilscherz, und ein strunzdämlicher dazu. Obendrein noch unter der Gürtellinie. Also ganz klar: es wird keine bodenständige böhmische Küche hier geben. Und erst recht keinen Puff. Zu früh gefreut.
Dafür wird die lokale Presse irgendwann in diesem Jahr mal wieder eine Routineanfrage stellen. In der Antwort werden folgende Versatzstücke vorkommen (Übersetzung kursiv).„intensive Prüfung“ – wir suchen nach Verhinderungsgründen
„engmaschige Abstimmung zwischen…“ – wir schieben uns die Verantwortung gegenseitg zu
„angespannte Haushaltslage“ – wir verballern das Geld lieber anderswo
„insgesamt schwierige Situation“ – Putin oder Trump ist schuld
Die wunderschöne Bergbaude darf derweil weiter vor sich hin bröckeln.
Immerhin: auch in dieser Saison wird es, auf dem Platz neben der Baude, wieder einen sehr empfehlenswerten Imbis geben. Ab Karfreitag ist über die gesamten Ostertage geöffnet, danach Mittwoch – Sonntag je nach Wetterlage.
Viel wurde darüber geschrieben, und viel wurde kritisiert: die Baude auf dem Großen Winterberg steht seit Jahren leer. Schuld ist eine Kläranlage, die zwar gut funktionierte, aber nicht mehr den Normen der allgegenwärtigen EU entsprach. Der Pächter konnte eine neue Anlage finanziell nicht stemmen, und der Besitzer, der Freistaat, wollte nicht. Aus. So ist das halt im geeinten Europa. Aber was heißt geeint? Es heißt in diesem Fall, dass die EU-Norm für Kläranlagen uneingeschränkt auch für die Bergbaude gilt. Andererseits: Die EU-Schengen-Norm für den freien Grenzübertritt überall und jederzeit gilt nicht mehr, sobald da „Nationalpark“ drauf steht. Aber ich schweife ab. Denn es gibt Neues zu vermelden. Sehr Ungewöhnliches. Lesen Sie weiter:
Heinzelmännchen
Soeben hat mich mal wieder eine Info von den Heinzelmännchen erreicht. Selbige putzigen Gesellen haben sich mal wieder aufgemacht, einen von Käferbäumen zugefallenen Weg frei zu räumen. Die Nationalparkverwaltung schafft das nicht, dieweil sie sich (das liegt in der Natur der Sache) zunächst mal auf die Hauptwanderwege konzentriert. Obendrein kommt, aus Sicht der NPV, da noch ein ganz willkommener Faktor hinzu: wenig geliebte kleine Pfade verschwinden so nach und nach ganz. Weshalb der olle Borkenkäfer wohl irgendwann zum “Mitarbeiter des Monats” gekürt wird. Da hilft dann nur noch private Initiative. Was Rolf Böhm auch schon beschrieben hat. HIER. Um welchen Weg es sich diesmal handelt, wie es um die rechtliche Einordnung der Sägerei steht und was ich empfehle, dies, geneigte Leser, erfahren Sie sogleich.
Der Feigenblatt-Steig
Man hat ja allerlei gelesen über einen neuen, grenzüberschreitenden Weg. Welcher dem Wanderer, speziell jenem, der zwischen Schmilka und Herrnskretschen (Hřensko) unterwegs ist, das elendigliche Gelatsche auf der Straße ersparen soll. Noch ist der zwar nicht offiziell (also mit dem einen oder anderen Großkopferten sowie mit einem Band zum Durchschneiden) eröffnet. Aber vorhanden ist er schon, und man darf und soll ihn auch schon gehen. Grund genug, ihn mal zu inspizieren.
Weg weg? Und wieder da?
Und: eine Idylle zu verkaufen – mit einem großen Haken
Mal wieder ein KI-Bild zum Einstieg, und danach zwei Geschichten. Für die ich auch andere Überschriften hätte wählen können. Etwa diese:
“AG-Wege: und sie funktioniert doch.”
und:
“Achten Sie stets auf das Kleingedruckte!”
Lesen wir also mal weiter.
Boofen–Update
Bergsteigerverband zieht vor Gericht
Der Sächsische Bergsteigerbund hat Widerspruch gegen das geplante (und de facto schon beschlossene) dauerhafte Boofenverbot zwischen Februar und Mitte Juni eingelegt.
Kann man hier nachlesen.
Mit einem Eilantrag soll verhindert werden, dass diese Regelung schon in wenigen Tagen in Kraft tritt.
Meine Meinung:
Das entspricht rechtsstaatlichen Prinzipien und ist deshalb grundsätzlich zu begrüßen. Für den SBB, der in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder durch (endlos beanspruchte) Kompromissbereitschaft aufgefallen ist, sogar ein beachtlicher Schritt.
Allerdings ist es fraglich, ob diese “Tippeltappeltour” durch die Instanzen letztlich einen Erfolg zeitigt. Ewig dauern wird sie auf jeden Fall. Wenn der Eilantrag durchkäme, wäre das ein Riesenerfolg. Aber da ist man vor Gericht in Gottes Hand. Eine endgültige Entscheidung in der Sache wird nicht so schnell fallen.
Weshalb es bis dahin noch einiger weiterer, wie man so schön sagt “zivilgesellschaftlicher”, Protestformen bedarf.
Lieber SBB, ihr seid über euren jahrzehntealten Schatten gesprungen, indem ihr jetzt den Kadi anruft. Springt noch einmal und beweist die “Eier”, die ich schon mal angemahnt hatte.
Das Bild oben stammt natürlich aus einer KI und ist somit ein Fake.
Update, 4.2.2026: Jetzt gibt es auch eine offizielle Pressemitteilung der Bergsportverbände.