Archiv der Kategorie: Gaststättentest

Gaststättentest: Waltersdorfer Mühle

Ja ja, ich höre es schon motzen: die Waltersdorfer Mühle ist ja wohl nicht wirklich eine Gaststätte, allerhöchstens ein Imbiss. Stimmt soweit. Aber sie ist strategisch hervorragend im Polenztal gelegen, dazu unverschämt preiswert. Und sie verströmt eine Art leicht gammeligen Charme, den man mögen muss. Ich zumindest mag es, hier einzukehren, zumal an den nächsten Tränken, also am Eingang zum Polenztal und auf dem Brand, ganz andere Preise aufgerufen werden.

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Gaststättentest: Forellenräucherei Rathen

So ein richtiges Gasthaus ist die Forellenräucherei in in Rathen ja nicht. Eher ein Imbiss. Aber eben einer, den man gern ein zweites und drittes Mal aufsucht. Rundum herrscht dichtes Gewimmel, hier in Rathen ballt sich der touristische Ansturm auf den Elbsandstein. Das ist eigentlich nicht so mein Ding, aber hin und wieder kommt man eben doch vorbei. Und dann lenke ich meine Schritte gern in die Fischbude. Schauen wir mal auf die schnöden Fakten:

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Gaststättentest: Zámeček

Um gleich einer möglichen Verwechslung vorzubeugen: hier geht es um das Zámeček (Schlösschen) bei Hohenleipa (Vysoká Lípa). Es gibt in Rennersdorf (Rynartice) noch ein Hotel gleichen Namens. Dieses Hotel kann man guten Gewissens in die Kategorie “gehoben” einsortieren. Das Zámeček, von dem hier zu berichten ist, läuft eher unter der Kategorie – tja, das lesen Sie am besten selbst.

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Gastronomische Neuigkeiten Eine Zeitungsente und eine gute Nachricht

 

Rathewalder Mühle

Zunächst das Federvieh: hatte die Sächsische Zeitung doch gemeldet, die Rathewalder Mühle sei geschlossen. Ist sie aber nicht. Der Redakteur hatte die Meldung, die inzwischen klammheimlich wieder aus dem Onlineauftritt der Zeitung entfernt wurde, einfach von der Webseite der Gaststätte abgeschrieben. Selbige Webseite wurde allerdings seit mehr als einem Jahr nicht mehr gepflegt. Nun ist es Rathewalder Mühle sicher dämlich und fahrlässig, wenn man als Gastronom seinen Internetauftritt derart vernachlässigt. Auch potentielle Gäste schreckt man auf diese Weise ab.
Noch viel dämlicher ist es aber, das Ganze abzuschreiben und in der Zeitung als neue Meldung zu veröffentlichen. Ein simpler Anruf hätte wohl genügt, um die Sache aufzuklären. Recherchieren, lieber SZ-Redakteur, recherchieren ist eine der Grundtugenden eines Journalisten. Und nicht “Im Internet surfen und abtippen”. Eine ganz schwache Leistung. Wegtreten zur Nachschulung!

Und jetzt die gute Nachricht: am 2. Juni öffnet die Bergbaude auf dem Unger nach Jahren des Dornröschenschlafes wieder ihre Pforten. In den letzten Jahren war ja nicht nur die Gaststätte geschlossen, sondern auch das ganze Gelände darum herum abgesperrt. Dadurch waren auch einige historische Wanderverbindungen gekappt worden. Mit diesen misslichen Zuständen dürfte jetzt Schluss sein, und man kann den neuen Pächterin nur die Daumen drücken.
Inwieweit man demnächst auch den Aussichtsturm wieder besteigen kann, war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Auf meine entsprechende Anfrage per Mail bekam ich nur die Antwort “Unser Büro ist nicht besetzt”. Das ist wenig professionell, aber im Stress einer nahen Wiedereröffnung verzeihlich.

Update 20.5.2017: Jetzt hab ich doch noch eine nette Mail bekommen: der Turm wird derzeit noch saniert und soll danach so schnell wie möglich wieder öffnen.

Gaststättentest: Hřebenová bouda–Kammbaude

Die Lage der Kammbaude ist nahezu ideal: am Fuße des Hohen Schneebergs gelegen, direkt am Beginn des von den meisten Ausflüglern genutzten bequemen Aufstiegs über die Straße. Obendrein gleich nebenan ein riesiger Parkplatz und gegenüber eine Bushaltestelle. Und wie sieht es mit Speis und Trank aus? Weiterlesen!

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Gaststättentest: Tanzplan – Tanečnice

Zunächst eine Vorbemerkung: in meinem alten Blog, der mittlerweile ganz aus dem Netz verschwunden ist, gab es die Rubrik “Gaststättentest” schon mal. Das ist mittlerweile fast fünf Jahre her, und so habe ich mich entschlossen, die Sache wiederzubeleben. Die Auswahl der Wirtshäuser ist dabei rein subjektiv und richtet sich ganz einfach danach, wo ich gerade lang komme.

Aber nun genug geschwätzt, eröffnen wir den kulinarischen Reigen mit der Gaststätte auf dem Tanzplan (Tanečnice).

 

 

 

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Zámeček geschlossen?

Wie mir gerade ein Wanderfreund übers soziale Netzwerk mitteilte, stand er am kultig-heruntergekommenen Hotel Zámeček im böhmischen Hohenleipa (Vysoká Lípa) vor verschlossener Tür. Und er meinte, es sah wohl auch nicht aus, als ob hier wieder geöffnet werden würde. Was ich sehr bedauern würde, denn der Laden hatte etwas ganz spezielles an sich: ein altes Jagdschloss, welches würdig vor sich hin gammelte, eine Wirtstube, in der seit einem halben Jahrhundert nicht mehr klar Schiff gemacht worden ist. Dazu ein Kellner, dem man beim Laufen die Schuhe besohlen konnte. Und trotzdem bin ich dort immer gern eingekehrt – wegen der schnörkellosen, grundsoliden und ehrlichen böhmischen Küche. Schade drum. Aber vielleicht weiß ja hier jemand mehr und es gibt doch eine Wiederauferstehung des kultigen Ladens.

Update: wie aus dem Leserkommentar hervorgeht, kann Entwarung gegeben werden: die Kultkneipe existiert noch!