Archiv der Kategorie: Wandern

Ein Vögelchen hat geflüstert

voegelchen3Ja, solche Vögelchen flüstern manchmal merkwürdige Dinge. Beispielsweise, dass noch bis Sonntag, den 22. Juni, die gesamte Besatzung der Nationalparkverwaltung einen Betriebsausflug ins Riesengebirge unternimmt. Lediglich eine Notbesatzung von vier Mann sei noch da. Ja, da kann man ja guten Mutes mal wieder die eine oder andere Stelle besuchen, an der man sonst als braver Wandersmann nicht so gern gesehen ist.

Aber bitte: nicht über die Stränge schlagen! Disko, Lagerfeuer, Party – das verbietet sich irgendwie von selbst. Aber mal freien Schrittes den Grenzweg, den Auerhahnsteig, den Throwalder Gratweg, das Jansloch…..na, da gibt es genug.

Und denen, die jetzt mal nicht am Wegesrand lauern, sei natürlich ein schönes Wochenende im Riesengebirge gewünscht.

Zwei Berge und kein Knoblauch

Irgendwie hatten wir heute keine Lust auf eine so richtig große Tour durch den Elbsandstein, aber ein wenig die Füße vertreten schon, und danach vielleicht auch noch bisschen Kultur, das könnte klappen. Weshalb es uns ins Erzgebirge zog, genauer nach Geising, wo man zwei Berge besteigen kann, ohne dabei endlos Kilometer zu meistern.

DSCN0426 Oh Arzgebirg, wie bis du schieh….

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Schwedenlöcher wieder offen

Das ging nun mal wirklich schnell: pünktlich vor Pfingsten ist der beliebte Weg durch die Schwedenlöcher wieder offen. Alles in allem haben die Reparaturen also nur drei Tage gedauert. Höchst erfreulich, und der Beweis, dass auch eine Behörde wie die Nationalparkverwaltung zügig handeln kann, wenn sie denn nur will. Ich persönlich finde das wirklich sehr erfreulich, auch wenn ich die Schwedenlöcher über Pfingsten aus naheliegenden Gründen eher meiden werde. Und außerdem bleibt natürlich die Hoffnung, dass der Ausbau diesmal so solide passiert ist, dass er nicht schon beim nächsten Starkregen (und der kommt so sicher wie das Amen in der Kirche) wieder weggespült wird.

Mit Hightech durch Böhmens Wälder

Eine nette Nummer hat sich da die böhmische Nationalparkverwaltung einfallen lassen: rund um Dittersbach (Jetřichovice) gibt es seit kurzem einen Lehrpfad, dessen Inhalte und Erklärbären nicht auf großen Tafeln den Wegesrand verunzieren, sondern sich vermittels einen Smartphones oder Tablets eschließen. Feine Idee, dachten wir, und haben das Ganze gleich mal ausprobiert. Hier also ein Tourentipp mit Lehrpfad in der Böhmischen Schweiz sowie zwei Abstechern vom Wege, um der ganzen Runde ein wenig Würze zu geben.

DSCN0343 Unscheinbare Schildchen statt großer Erklärtafeln.

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Schwedenlöcher mal wieder dicht

Ach je, da ist kein Jahr vergangen, seit der beliebte Wanderweg durch die Schwedenlöcher nach einem befürchteten Felssturz und anschließender Sanierung frei gegeben wurde, da ist er auch schon wieder gesperrt. Die starken Regenfälle Anfang dieser Woche, so teilt die Nationalparkverwaltung mit, hätten schwere Schäden hinterlassen und somit zu einer Sperrung des Weges geführt.

Soweit, so einfach die Fakten. Was mir aber auffällt: dem Foto der Zerstörung, welches auf der Seite der NPV zu sehen ist (hier), also diesem Foto nach, handelt es sich bei dem zerstörten Wegabschnitt genau um jenen, der erst im Frühherbst des vergangenen Jahres neu gebaut wurde. Was für mich bedeutet: da ist einfach gepfuscht worden. Denn von einer “Wetterkatastrophe”, wie es sie sicher in den letzten Jahren immer mal wieder leider gab, kann diesmal keine Rede sein. Es hat einfach nur heftig geregnet, sehr heftig, aber weit abseits einer Katastrophe.

Aber das ist nicht wirklich ein Wunder: in der NPV gibt es zwar jede Menge Profis, die genau wissen, wie man so einen Weg ausbauen muss, damit er auch mal einen Starkregen übersteht. Aber die werden nicht mehr gefragt. Vielmehr muss jeder Mist ausgeschrieben werden, und dann der billigste Anbieter genommen werden. Wie meine Oma schon sagte: “Wer billig kauft, kauft doppelt.”

Aber immerhin: schon nächste Woche soll die erneute Sanierung beginnen. Hoffen wir mal, das es jetzt endgültig die letzte ist.

Schmerzende Knochen, Gottesdienst und erlaubte Wege

Zwei Dinge hatte ich mir auf den Deckel geschrieben für diese Tour:

  1. Ich wollte den traditionellen Berggottesdienst in der Kuhstallhöhle besuchen.
  2. Ich hatte mir vorgenommen, mal wieder eine Tour zu unternehmen, auf der ich nur erlaubte Wege benutze. Denn das geht ganz ohne Zweifel, und man kann dabei auch richtig tolle Naturerlebnisse haben.

Und ein drittes Ding sei gleich vorausgeschickt: das soll natürlich nicht bedeuten, dass ich ab jetzt auf andere Wege verzichten werde. Da ich aber immer mal wieder Zuschriften von extrem gesetzestreuen Mitbürgern bekomme, die Tipps für komplett nationalparkkonforme Runden suchen: bitte, hier ist eine. Eine Runde, die durch jede Menge Auf und Ab richtig in die Knochen geht, dabei aber wirklich ganz viel Natur bietet. Wie es auf erlaubten Wegen üblich ist (immer mehr Besucher werden auf immer weniger Wege geschickt) ist man selten allein. Aber irgendwie verläuft es sich trotzdem im Wald, als störend habe ich die Mitwanderer nie empfunden. Also los.

DSCN0273 Liegt auch am Weg: der Heringsturm.

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Eine Ruine, ein Turm voller Mücken, ein Sessellift

Teil zwei der beliebten Reihe: “Flucht ins Erzgebirge”. Da ich ja über Ostern den Elbsandstein meiden wollte, ging es auch heute wieder ins Erzgebirge. Das sattsam bekannte “Mückentürmchen” (Komáří hůrka) sollte angesteuert werden. Kalter Kaffee, schon ein Dutzend Mal dort gewesen? Mag sein, aber uns ist heute eine Runde gelungen, die doch so einiges an Neuem zu bieten hatte. Mir nach!

DSCN0225 Windgebeuteltes Gewächs auf dem Kamm des Erzgebirges

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Stürmer gestürmt

Über die Osterfeiertage, so wie auch über Pfingsten, fliehe ich schweren Herzens aus der Sächsischen Schweiz, dieweil mir da einfach zu viel Begängnis herrscht. Also ab ins Osterzgebirge, wir wollen zu einem Berg namens “Stürmer” (Bouřňák) wandern. Eines vorweg: das hat sich gelohnt. Aussichten par Excellence, schöner Wald, wenige Mitwanderer. Ein voller Erfolg. Also los, zum Nachwandern.

DSCN0203 Wenn das keine Aussicht ist…

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