Vorwärtsverteidigung–Video zur Waldpflege

Unbenannt-1    Video zur Waldpflege

Da sage noch mal einer, in der Nationalparkverwaltung würde man in Sachen Öffentlichkeitsarbeit traditionell pennen. Mitnichten, denn jetzt gibt es ein Video, welches sich in 10:30 Minuten dem ewigen Dauerbrenner “Waldpflege” widmet. Man kann es hier ansehen. Und ich mache mich natürlich geschwind an eine Analyse:

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Hoffnung für die Daubemühle?

DSCN4103Seit fast drei Jahren steht das Ausflugslokal in der Daubemühle im Liebethlaler Grund leer. Irgendwie hatte keiner der bisherigen Betreiber ein glückliches Händchen mit dem traditionsreichen Haus. Wie jetzt die “Sächsische Zeitung” meldete, hat sich ein Verein gegründet, der das Haus samt des zugehörigen kleinen Wasserkraftwerkes betreuen möchte. Dazu soll auch ein Konzept entstehen, wie hier wieder Gastronomie einziehen kann.

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Kommerzielles zum Fest

DSCN3727Grundsätzlich kann ich das Wirtshaus auf dem Papstsein nur empfehlen. Auch wenn sich der eine oder andere hier an doch eher hohen Preise stoßen könnte, so bekommt man dafür auch eine frische, regionale und oft auch dem Prädikat “Bio” gerecht werdende Küche. Obendrein ist hier im Winter geöffnet, wenn auch nur am Wochenende. Etwas mulmig wurde mir aber, als ich letztens mal wieder die Webpräsenz dieses einladenden Hauses besuchte. Denn auf selbiger wird ein besonderes “Event” in der Winterzeit angepriesen: einen Empfang bei Glühwein und Gebäck in der nahe gelegenen Lichterhöhle am Kleinhennersdorfer Stein. Wer selbst nachlesen möchte: hier, ganz nach unten scrollen.

Papst Screenshot: Event in der Lichterhöhle.

Oha, wie geht denn das? Immerhin befinden wir uns in einem Landschaftsschutzgebiet, wo die kommerzielle Nutzung der Natur aus gutem Grundes streng reglementiert ist. Also habe ich mal bei der Nationalparkverwaltung nachgefragt. Deren Sprecher Hanspeter Mayr teilte mir denn auch mit, dass es keine Genehmigung für solch eine Veranstaltung gebe, und dass, falls eine solche beantragt würde, sicher noch weitere Behörden hinzugezogen werden müssten. Nach seinem Wissen hätte aber bisher auch noch keiner dieser Empfänge stattgefunden.

Nun ja. Praktisch hieße das ja, dass da eine Veranstaltung vermarktet wird, für die es noch keine Genehmigung gibt. Sozusagen ein Schuss ins Blaue, mal sehen, ob es einer merkt. Nicht, dass wir uns hier missverstehen: 15 Leute, die in der Lichterhöhle Glühwein trinken und Kuchen essen, richten keinen Schaden an. Aber demnächst kommen derer 50, und die bringen noch einen Verstärker mit, um eine Party zu feiern.

Wenn es also strenge Regelungen in einem Landschaftsschutzgebiet gibt, dann sollten diese, so sie Sinn machen, auch nicht für kommerzielle Zwecke ausgehebelt werden. Und so sehr ich – wie gesagt – das Wirtshaus auf dem Papststein schätze und jederzeit gern weiter empfehle: das geht einfach nicht. Und hier ist zu hoffen, dass es eine Genehmigung für so ein “Event” nie gibt.

Forstarbeiten–Rechenspiele

DSCN9955Es war zum einen ein Artikel in den Dresdner Neuesten Nachrichten (nachzulesen hier), zum anderen die simple aber beeindruckende Rechnerei eines guten Freundes (hier seine Webseite), die mich noch einmal darauf brachten, die Forstarbeiten im Nationalpark näher zu beleuchten. Im Artikel wird der Sprecher des Nationalparks mit drei gewichtigen Zahlen zitiert:

 

  1. Rund 25 000 Kubikmeter Holz werden im Nationalpark pro Jahr geschlagen.
  2. Nach wie vor finden auf rund 3350 Hektar der Waldfläche Forstarbeiten statt.
  3. Etwa 90 Prozent der Fläche werden durch die dabei eingesetzten schweren Forstmaschinen nicht zerstört.

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Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Ach Gott, da hab ich wohl was falsches geraucht. Oder was auch immer, aber ich befand mich plötzlich in einer leicht ostalgischen Stimmung. Und musste feststellen, dass unser Engagement wider die doofen Wegesperrungen im Elbsandstein doch so einige Parallelen zu größten DDR aller Zeiten aufweist: da ist ein ein übermächtiger Staat (eine NPV), der / die macht was er will, und da sind kleine Grüppchen von Unentwegten, die sich dagegen stemmen. Mit dem gewichtigen Unterschied, dass eine NPV niemanden nach Bautzen in denn Knast schicken kann. Nun ja, was ist in dieser ostalgischen Stimmung rausgekommen? Ein Bild, erstellt per Fotomontage. Dem braven Ossi unter uns wird die Vorlage vertraut sein. Ich habe es mal betitelt: die Klassiker des Mothismus-Böhmerismus. Und meine eigen Larve gleich noch mit rein gebracht. Damit es drei werden, sozusagen als Waldimir-Iljitsch- Noackov. Die anderen beiden wären dann Karl Mothx und Rolf Böhmels. Wer möchte, darf das Bild natürlich gern kopieren und auf seiner Homepage oder in diversen sozialen Netzwerken weiter verbreiten. Venceremos!

Klassiker

Der Witz ist raus!

DSCN9984Wir haben sie alle schon gesehen: jene Schilder, die auf den “Malerweg” verweisen. Und auf denen Scherzbolde aus “Malerweg” mal eben “Maierweg” gemacht haben. Beim ersten Mal noch herzlich gelacht. Beim zweiten Mal noch gegrinst. Und beim dritten Mal nur noch müde den Arsch gerunzelt. Der Witz ist raus, und es gibt nun wirklich keinen Grund, diesen Gag mit der Zeit gefühlt flächendeckend durchzuziehen. Der neueste Erguss aus dieser Ecke hat denn auch aus dem “Flügel E” das “Flugei E” gemacht. OK, wir haben also mal gelacht, aber jetzt ist gut. Zumal die Nationalparkverwaltung solcherlei Kreativität am Wegweiser gern mal unter der Rubrik “Wandalismus” ablegt, und diesen dann argumentativ zum Anlass nimmt, um uns wieder mal eine neuerliche Restriktion zuzumuten. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Wegweiser ja wirklich mal irgendwann wieder in Schuss gebracht werden müssen, was Geld kostet. Geld, welches im Zweifelsfall bei der Sanierung eines abgelatschten Weges fehlt, welcher dann nach Logik der NPV eben ganz gesperrt wird. Und das ist so ein mittlerweile ausgelutschter Gag nun wirklich nicht wert.

Wieder Schäden durch schwere Forstmaschinen

DSCN9954Jedes Jahr dasselbe Trauerspiel: tonnenschweres Forstgerät brettert durch sensible Ecken der Sächsischen Schweiz und hinterlässt veritable Schäden. Den ganzen Bericht dazu gibt es hier: http://www.sandsteinwandern.de/wandern/?p=4642

Was mir am meisten stinkt: immer, wenn es öffentliche Kritik an solchen Einsätzen gibt, verspricht die Nationalparkverwaltung, es demnächst besser zu machen. Konkret: die Maschinen sollten nur noch bei festem, gefrorenem Boden eingesetzt werden, und die Wege sollten mit Reisig vor allzu großen Schäden geschützt werden. Pustekuchen, matschiger als derzeit kann der Boden kaum noch sein. Und Reisig hat man wohl nur auf den ersten Metern benutzt, quasi als Alibi für zufällige Zeugen.

Da haben die fast schon fanatischen “Waldumbauer” also ihre Versprechen gebrochen. Was mich nicht wirklich wundert. Gott sei Dank habe ich denen nie versprochen, auf “verbotene” Wege zu verzichten oder gar nicht mehr über dieselben zu schreiben. Denn spätestens jetzt würde ich dieses Versprechen auch brechen.

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