Einmal Bad Schandau und zurück

Für diese Tour gab es eigentlich nur eine Prämisse: sie sollte in Bad Schandau beginnen und auch enden, dieweil ich dort noch am Vormittag zu tun hatte. Was dann rausgekommen ist, ist eine wirklich sehr erfreuliche Runde, die viele kleine Höhepunkte zu bieten hatte und obendrein wirklich familientauglich ist. Ich zähle mal auf: eine künstliche Ruine, zwei Steiganlagen, eine kleine Kletterpassage, herrliche Aussichten, bequeme Wege und auch verschwiegene Pfade – kurzum: jede Menge Abwechslung. Gehen wir also einfach mal los:

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Der herrliche Rundblick vom Panoramaweg gehört auch zur Tour.

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Der Stänkerer auf dem Heimatsender

nvsbAus meiner mehr als kritischen Haltung gegenüber dem Nationalpark Sächsische Schweiz hab ich ja nie ein Hehl gemacht. Und auch darüber, dass es recht schwer ist, mit den Verantwortlichen in der Nationalparkverwaltung zu diskutieren, hab ich schon geschrieben. Also hab ich, anlässlich einer Rundfunksendung auf “MDR 1 – Radio Sachsen” mal ein wenig getrickst. In der Sendung ging es um mein Lieblingsthema: eben jenen Nationalpark und all seine Verwerfungen. Und ich hab mich als ganz normaler Hörer mit ein paar Fragen per Telefon eingewählt. Nun, Bingo, ich war tatsächlich fast 13 Minuten live drauf und konnte Nationalparkchef Dietrich Butter kräftig löchern. Und hier, live im Radio, konnte er sich auch nicht wie sonst wortreich um des Pudels Kern drücken. Trotzdem: so richtig zufrieden bin ich nicht. Das “Drumherumreden” hat, zwar nicht ganz so kräftig wie gewöhnlich, aber dennoch auch diesmal einigermaßen funktioniert. Aber was solls: der mündige Hörer wird sich ein Bild machen.

Und hier zum Nachhören:

Do it yourself im Stiegenbuchverlag

StiebuDer Stiegenbuchverlag feiert im nächsten Jahr Jubiläum. Und aus diesem Anlass gibt es eine besondere Aktion: ein Buch von Lesern für die Leser. Im Klartext: jeder kann eine eigene Idee einsenden, sei es die Beschreibung eines Weges, einer Stiege, eines Aussichtspunktes, sei es eine wahre oder eine erfundene Geschichte.

Dabei kann man seine Seiten entweder selbst gestalten, oder aber einfach Texte und Bilder an den Verlag schicken. Ich bin mal gespannt, was da so alles zusammenkommt, und überlege natürlich auch schon, wie ich mich da beteiligen kann.

Die genauen Bedingungen fürs Mitmachen und eine Musterseite für “Selbstgestalter” finden sich hier.

Schmerzende Knochen, Gottesdienst und erlaubte Wege

Zwei Dinge hatte ich mir auf den Deckel geschrieben für diese Tour:

  1. Ich wollte den traditionellen Berggottesdienst in der Kuhstallhöhle besuchen.
  2. Ich hatte mir vorgenommen, mal wieder eine Tour zu unternehmen, auf der ich nur erlaubte Wege benutze. Denn das geht ganz ohne Zweifel, und man kann dabei auch richtig tolle Naturerlebnisse haben.

Und ein drittes Ding sei gleich vorausgeschickt: das soll natürlich nicht bedeuten, dass ich ab jetzt auf andere Wege verzichten werde. Da ich aber immer mal wieder Zuschriften von extrem gesetzestreuen Mitbürgern bekomme, die Tipps für komplett nationalparkkonforme Runden suchen: bitte, hier ist eine. Eine Runde, die durch jede Menge Auf und Ab richtig in die Knochen geht, dabei aber wirklich ganz viel Natur bietet. Wie es auf erlaubten Wegen üblich ist (immer mehr Besucher werden auf immer weniger Wege geschickt) ist man selten allein. Aber irgendwie verläuft es sich trotzdem im Wald, als störend habe ich die Mitwanderer nie empfunden. Also los.

DSCN0273 Liegt auch am Weg: der Heringsturm.

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AG-Wege–eine Streitschrift

 

Update am 4.5.2014: Kult-Kartograph Rolf Böhm, seines Zeichens selbst Mitglied der AG-Wege, hat seine Gedanken zu dieser Institution jetzt mal aufgeschrieben. Wie immer: klug und voller Wahrheiten. Nachzulesen auf seiner Homepage hier.

Es folgt ein längerer Text, ohne Bilder. Also eher etwas für Leute, die sich an einer kontroversen Meinung reiben und über diese auch diskutieren wollen. Worum geht es also? Um die sogenannte AG-Wege, korrekt ausgedrückt Arbeitsgruppe „Wegekonzeption Nationalpark Sächsische Schweiz“.

Was ist das für eine Truppe?

Nun, es ist eine Zusammenkunft von verschiedenen Interessenvertretern, also etwa Umweltverbänden, Wander- und Kletterverbänden, Kommunen oder eben auch der Nationalparkverwaltung. In ihr sollen Veränderungen am Wegenetzt im Nationalpark diskutiert und beschlossen werden.

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Eine Ruine, ein Turm voller Mücken, ein Sessellift

Teil zwei der beliebten Reihe: “Flucht ins Erzgebirge”. Da ich ja über Ostern den Elbsandstein meiden wollte, ging es auch heute wieder ins Erzgebirge. Das sattsam bekannte “Mückentürmchen” (Komáří hůrka) sollte angesteuert werden. Kalter Kaffee, schon ein Dutzend Mal dort gewesen? Mag sein, aber uns ist heute eine Runde gelungen, die doch so einiges an Neuem zu bieten hatte. Mir nach!

DSCN0225 Windgebeuteltes Gewächs auf dem Kamm des Erzgebirges

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Stürmer gestürmt

Über die Osterfeiertage, so wie auch über Pfingsten, fliehe ich schweren Herzens aus der Sächsischen Schweiz, dieweil mir da einfach zu viel Begängnis herrscht. Also ab ins Osterzgebirge, wir wollen zu einem Berg namens “Stürmer” (Bouřňák) wandern. Eines vorweg: das hat sich gelohnt. Aussichten par Excellence, schöner Wald, wenige Mitwanderer. Ein voller Erfolg. Also los, zum Nachwandern.

DSCN0203 Wenn das keine Aussicht ist…

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Wölfiges

“Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!”

oder:

“Aber, Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul!” – “Dass ich dich besser fressen kann!” – so liest man über den Wolf in Grimms Märchen. Der Isegrimm spielt dort in der Regel keine sehr positive Rolle.

Auch die diversen Wolfsschlüchte in der Sächsischen Schweiz sind nicht eben Orte, die mit großer Harmonie verbunden verbunden werden – schließlich wurden in einer davon einst auch unter Samiels wachen Augen Freikugeln gegossen.

Und zuletzt war es ein gewisser Adolf Hitler, der sich in den 20er Jahren selbst den Decknamen “Wolf” gab und später sein Hauptquartier auch ganz unbescheiden “Wolfsschanze” nannte. Und das ruft nun wahrlich nicht mehr die geringste positive Assoziation hervor. Oder wie soll ich es sonst einordnen, wenn sich ein kranker Massenmörder selbst “Wolf” nennt?

Kurzum, wir hatten über die Jahrzehnte kein gutes Verhältnis zum Wolf, was um so verwunderlicher ist, als wir jetzt ja von Amts wegen zu Wolfsfreunden gemacht werden sollen. Aber was sollen wir auch von einem Raubtier halten, welches definitiv immer unsere Nutztiere reißt, und mit ein wenig Gewöhnung auch unsere Kinder? Der Isegrimm ist aber, und soviel sei gesagt, nicht wirklich eine Gefahr, wenn man ihn denn in seine Schranken weißt – sprich: wenn man ihn jagen darf. Aber genau dies verbietet uns derzeit eine Koalition aus militanten Grünen und chronisch untervögelten Tussen in einem “Wolfsbüro”.

Unsere Vorväter dagegen waren stolz darauf, dem Viech den Garaus gemacht zu haben. Wovon auch der eine oder andere Gedenkstein kündet. So etwa dieser hier, der dem letzten seiner Art gewidmet ist, welcher dem Förster vor die Flinte kam.

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Preisfrage: wo steht der Stein? Kleiner Tipp: hier gibt es auch Sandstein in der Nähe, wenn auch eher im bescheidenen Umfang. Und dann gibt es hier Schutzhütten, die einen besonderen Service bieten:

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Was es nicht alles gibt.