Liebe Waldschweine

dünnschissige Säue

Die Dresdner Stadtverwaltung hat gerade eine neue Abwassersatzung beschlossen. Und nach der ist es tatsächlich verboten, Feuchttücher im Abort herunter zu spülen. Das kann zwar keiner kontrollieren, aber es hat einen guten Grund: die Dinger verrotten einfach nicht in der Kloake und verstopfen dann die Anlagen in den Wasserwerken. Und nicht anders ist es mit den Lappen, mit denen ihr euch in jeder gefühlten Nische den Arsch auskratzt. Während die von euch gelegten Tretminen längst davon gespült sind, liegen die Tücher auch noch im nächsten Jahr herum. Und beleidigen das Auge der Einheimischen wie auch der Touristen. In letzter Zeit, also in den vergangenen zwei – drei Jahren, hat eure Unsitte nach meinem Empfinden mächtig zugenommen. Statt mit dem aktuellen Slogan “Große Gefühle” kann der Tourismusverband dann vielleicht werben mit: “Der schönste Freiluft-Abtritt Europas”. Oder, wie ein Wanderfreund von mir einmal weise sprach: “Hier scheißen sie gut und günstig”.
Also merke: wer es sich schon nicht verkneifen kann, wie ein Waldesel in die freie Natur zu kacken, der putze sich seinen runzeligen Arsch mit normalen Klopapier ab. Das verrottet in kurzer Zeit. Was die Schandtat des Freiluftschisses aber nicht besser macht. Darum merke zum Zweiten: wer vom flotten Otto geplagt ist, der bleibe am besten zu Hause.

4 Gedanken zu „Liebe Waldschweine

  1. Die Scheißer, die es am meisten betrifft, lesen hier wahrscheinlich nicht mit. Um Klopapier im Rucksack mitzunehmen, reicht der Verstand nicht aus, also ist im Notfall immer das Tempo-Taschentuch dran. Der Hersteller derselben wirbt übrigens damit, daß sein Taschentuch einen vollen Waschgang in der Waschmaschine unbeschadet übersteht. Was damit im Wald passiert, ist klar. Die Täter sind also voll schuldfähig und sollten an Ort und Stelle standrechtlich abgeurteilt werden, falls man sie denn erwischt. Warum unternimmt die Nationalparkverwaltung nichts zu dem Problem? Statt harmlose Wanderer am Grenzweg zu belästigen, sollte sie lieber mal im Wald auf Klopapier kontrollieren, wer keins vorweisen kann, erhält ein saftiges Bußgeld und Platzverweis. Fachliteratur gibts auch seit Jahren schon zu dem Thema, z.B. das Buch „How to shit in the woods (Wie man im Wald sch…)“, erhältlich bei Amazon für 8,90 Euro.

    1. Hallo Roland, anfänglich dachte ich auch, der Unrat liegt nur an den Wanderautobahnen der ortsfremden Tagestouri`s. Weit gefehlt, auch an stillen Wegen, die Ortskenntnisse und Recherche z.B. hier auf solchen Foren und in einschlägigen Maps vorraussetzen, finden sich relativ gesehen, genauso viele Taschentücher und, und,… Ein trefflicher Vorwand mehr für die „Belästigung“ durch die NPV und die Durchsetzung des Wegegebotes.

  2. Auf den einschlägigen Parkplätzen stehen doch genügend große Schilder der Nationalparkverwaltung auf denen hingewiesen wird was man alles im Wald nicht darf. Da kann man das dann auch noch drauf packen. Die Tschechen würden wahrscheinlich ein lustiges Piktogramm entwickeln. Ob es hilft wage ich zu bezweifeln. Die deutlichen Hinweise auf das Übernachtungsverbot diesen Sommer wurden nach eigner Beobachtung jedenfalls mehrheitlich ignoriert.

  3. Flatulation und Cacare, wie auch die, der oder das Miktion gehören nun mal zu den Dingen denen man kaum widerstehen kann. Ganz nat. Vorgänge im Körper. Schließlich muss man ja das mitgebrachte Bier und den Rindfleischknacker metabolieren können.

    Im der Vorschule habe ich gelernt das man derartige Hinterlassenschaften einfach mit einem Stock vergraben bzw. abdecken sollte. Ansonsten wär ich dafür überall wo es nur geht sowas zu verkaufen:
    https://www.amazon.de/Mobile-Notfall-Toilette-Pappkarton-unterwegs/dp/B008GVHZAI
    So als Eintrittspreis in den NP. Tolle Idee oder? Na, da wäre aber der Aufruhr gross.
    Also liebe Freunde des gepflegten Kackens: vergrabt euren Mist, nehmt durchstichsicheres Klopapier, Tena extralarge, Herrenwindelhosen (umsonst bei der Pflegekasse) oder was weiß ich, aber seid diskret bei dieser Form der Freizeitbeschäftigung.

    Wanderer aller Länder: Empört Euch!

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