Die Sache mit der Tüte

Tüte

Nein, hier geht es nicht um jene Tüte, deren rauchender Genuss unser Bewusstsein zu erweitern mag. Sondern es geht um eine schnöde Papiertüte, mit welcher die Nationalparkverwaltung der weit verbreiteten Unsitte des “Papierchen in die Landschaft Werfens” begegnen will. Die Botschaft ist ganz einfach und sollte bei jedem ankommen: “Nehmt mich bitte wieder mit nach Hause”. Vulgo: “Ihr Dreckschweine, schmeißt euren Mist gefälligst nicht in den Wald, sondern packt ihn hier in diese Tüte und nehmt das alles dann wieder mit nach Hause. “ Und ich ergänze in Gedanken: “Dort könnt ihr den Inhalt der Tüte ja mal probehalber eurer Alten vor die Füße kippen. Die wird euch was husten.”

Inwieweit diese gute Idee bei den Freunden des Papiertaschentuchs ankommt, wird sich erst noch zeigen müssen. Denn

  1. haben die von Natur aus relativ wenig Ganglien, die diese einfache Botschaft verarbeiten könnten, und
  2. werden die Tüten derzeit nur in den Touristeninformationen ausgegeben. Und eine solche besucht man eben doch recht selten.

Für alle Fälle hier also noch ein paar Tipps, wie die Tüte richtig oder aber auch falsch verwendet werden kann:

Richtig

Perfekt! Müll genommen und frohen Mutes eingetütet. Tüte dann entweder am Henkel erfassen oder im Rucksack versacken lassen und außer Waldes bringen.

 

 

 

 

Falsch

Falsch! Diese Tüten sind eindeutig nicht dafür gedacht, die beim Anblick eines Kernzonenschildes aufkommenden Gefühle erst in den Magen umzuleiten, dann nach außen abzuleiten und die so entstehenden Bröckchen aufzufangen. Merke: ein Kernzonenschild darf man jederzeit auch ohne Tüte vollkotzen!

 

 

Ganz falsch

Ganz falsch! Die Tüte eignet sich mangels Gucklöchern nur sehr bedingt dafür, unerkannt und getarnt auf verbotenem Wege in die Kernzone einzudringen. Man könnte sehr leicht gegen den nächsten Baum laufen. Obendrein macht man sich gnadenlos zum Löffel.

 

 

 

Aber ob nun mit oder ohne Tüte: nehmt euren Müll mit nach Hause und schmeißt ihn nicht in den Wald. Das kann doch nicht so schwer sein.

3 Gedanken zu „Die Sache mit der Tüte

  1. Wieder mal ein super Beitrag von dir, Arndt. Das Müllproblem k… uns wohl alle an, besonders die allgegenwärtigen Taschentücher. Habe mich beim Lesen trotzdem köstlich amüsiert.

  2. Lieber Arndt, der Beitrag ist wirklich gelungen, aber ein Anfang ist es allemal vom NP. Auch wenn ich möglichst selten die großen „Wanderstraßen“ langkomme, sehe ich dort wenig Müllkörbe. Die müssen schließlich auch geleert werden und locken Ungeziefer an, doch wenn diese regelmäßig für jedermann erreichbar sind und dort möglicherweise diese Tüten bereitgehalten werden, könnte dies vielleicht viele zum benutzen anregen. Liebe Grüße, Peter

  3. Ich habe doch meine Brötchen und meinen Apfel mit in den Wald genommen. Da hab ich doch schon eine Tüte im Rucksack. Warum brauche ich dann eine Zweite? Den zusätzlichen Müll können wir doch einsparen, oder?
    Ich nehme jeglichen Müll wieder zurück. Wenn ich dann zu meinem Parkplatz komme und ich dort Parkgebühren gezahlt habe, wandert der Müll dort in den Eimer, ansonsten wird er brav mit nach Hause genommen und dort getrennt.

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