Weihnachtliches

Ich hab mal eine Frakturschrift benutzt. Einfach, um eines Busfahrers zu gedenken, der so auf eine etwas unbeholfene Weise  ausdrücken wollte, dass er der deutschen Sprache mächtig ist. Leider hat er die Fraktur sehr schlecht gesetzt. Ich hab mir Mühe gegeben und die beiden Formen des “s” sowie die Ligaturen beachtet. Hoffe ich zumindest. Wer trotzdem Satzfehler findet, möge sie mir um die Ohren hauen.

Für alle, die instinktmäßig aufschreien, sei gesagt: bei den Nazis war Fraktur verpönt, durfte in allen offiziellen Dokumenten nicht verwendet werden.

Und für alle anderen: ein frohes Fest, geruhsame Stunden und: überfresst euch nicht!

6 Gedanken zu „Weihnachtliches

  1. Herrlich, der Spruch, trifft genau zu. Fraktur sieht doch besonders gut aus für besondere Anlässe. Die Nazis hatten übrigens Fraktur in Dokumenten verwendet, ich habe z.B. noch den originalen Wehrpaß von meinem Großvater von 1937 mit einigen Seiten Fraktur und den (handschriftlichen) Einträgen ab 1.9.1939 Feldzug in Polen. Trotz allem: Für die Feiertage schönes Wandern!

  2. Lieber Arndt von Goethe,
    Wie tagaktuell doch Deine Lyrik war, auch wenn die Fraktur 150 Jahresringe eher entstand, als es noch keinen Kaiser , keine Sozialisten, egal welcherlei Prägung im Kleinststaatenreich und noch nicht mal organisierte Burschenschaften gab. Um welche Burschen machst Du Dir Sorgen? Etwa um Butters Borki‘s. Die erledigen dafür den Job der Holzerntemaschinen, so preisen es die Offiziellen.
    Peter

    1. Mea culpa, mea maxima culpla. Ja, da lag ich bei „frisst“ wohl falsch. Danke für den Hinweis. Fraktur zu setzen hat eben seine Tücken, und auch ich bin nicht unfehlbar. Korrigieren werde ich es aber nicht mehr, dass macht mir zuviel Aufwand.

  3. Prima ausformuliert, in Schrift und Form zu aktuellen Themen passend.
    Danke dafür und ebenfalls ein schönes Weihnachtsfest und erlebnisreiche Wandertage im neuen Jahr !

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