Über die Osterfeiertage, so wie auch über Pfingsten, fliehe ich schweren Herzens aus der Sächsischen Schweiz, dieweil mir da einfach zu viel Begängnis herrscht. Also ab ins Osterzgebirge, wir wollen zu einem Berg namens “Stürmer” (Bouřňák) wandern. Eines vorweg: das hat sich gelohnt. Aussichten par Excellence, schöner Wald, wenige Mitwanderer. Ein voller Erfolg. Also los, zum Nachwandern.
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Wölfiges
“Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!”
oder:
“Aber, Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul!” – “Dass ich dich besser fressen kann!” – so liest man über den Wolf in Grimms Märchen. Der Isegrimm spielt dort in der Regel keine sehr positive Rolle.
Auch die diversen Wolfsschlüchte in der Sächsischen Schweiz sind nicht eben Orte, die mit großer Harmonie verbunden verbunden werden – schließlich wurden in einer davon einst auch unter Samiels wachen Augen Freikugeln gegossen.
Und zuletzt war es ein gewisser Adolf Hitler, der sich in den 20er Jahren selbst den Decknamen “Wolf” gab und später sein Hauptquartier auch ganz unbescheiden “Wolfsschanze” nannte. Und das ruft nun wahrlich nicht mehr die geringste positive Assoziation hervor. Oder wie soll ich es sonst einordnen, wenn sich ein kranker Massenmörder selbst “Wolf” nennt?
Kurzum, wir hatten über die Jahrzehnte kein gutes Verhältnis zum Wolf, was um so verwunderlicher ist, als wir jetzt ja von Amts wegen zu Wolfsfreunden gemacht werden sollen. Aber was sollen wir auch von einem Raubtier halten, welches definitiv immer unsere Nutztiere reißt, und mit ein wenig Gewöhnung auch unsere Kinder? Der Isegrimm ist aber, und soviel sei gesagt, nicht wirklich eine Gefahr, wenn man ihn denn in seine Schranken weißt – sprich: wenn man ihn jagen darf. Aber genau dies verbietet uns derzeit eine Koalition aus militanten Grünen und chronisch untervögelten Tussen in einem “Wolfsbüro”.
Unsere Vorväter dagegen waren stolz darauf, dem Viech den Garaus gemacht zu haben. Wovon auch der eine oder andere Gedenkstein kündet. So etwa dieser hier, der dem letzten seiner Art gewidmet ist, welcher dem Förster vor die Flinte kam.
Preisfrage: wo steht der Stein? Kleiner Tipp: hier gibt es auch Sandstein in der Nähe, wenn auch eher im bescheidenen Umfang. Und dann gibt es hier Schutzhütten, die einen besonderen Service bieten:
Was es nicht alles gibt.
Rund um Tharandt
Der Sonntagmorgen war gelaufen, ich hatte zu tun und konnte erst so gegen Mittag in die Natur aufbrechen. Grübel, grübel, wo ist die Anfahrt kurz und die Gegend trotzdem schön? Es ging nach Tharandt. Zum einen, weil ich dort mal einen Weg erkunden wollte, von dem ich so einiges aufgeschnappt hatte, zum anderen, weil es da schließlich eine Karte des Tharandter Waldes von Rolf Böhm gibt, und selbige versprechen ja immer schöne Entdeckungen. Soviel vorweg: aus der geplanten kurzen Runde wurde eine 14-Kilometer-Tour, dieweil es einfach zu schön war, um einfach aufzuhören.
Tschechische Gelassenheit
Am Wochenende habe ich mir mal ein Stündchen Zeit gegönnt, und bin eine Runde über die Tourismusbörse in Bad Schandau geschlichen. Und dort traf ich, am hervorragend mit deutschem Material ausgestatteten Stand der tschechischen Touristiker, auch die Wirtin der Balzhütte (Na Tokani). Es gab ein wunderbares Gespräch.
Schönfelder Hochland–das Dilemma um den Keppgrund
Es war ein Wetter heute, wie zum Helden zeugen. Und ich hatte mich mit einer lieben Freundin verabredet, um im Schönfelder Hochland die Baumblüte zu bewundern. Nun, das haben wir auch getan. Aber darüber hinaus haben wir uns auch geärgert. Über eine Verwaltung, der irgendwie alles scheißegeal zu sein scheint. Die sich erst mal absichert, und dann gar nichts unternimmt. Konkret: es geht um den wunderschönen Keppgrund bei Pillnitz, der nun schon seit drei Jahren gesperrt ist.
Sperrschild am Eingang zum Keppgrund
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Sensation um Caspar David Friedrich – Update
Es war nicht nur eine kleine, nein, es war eine ausgemachte Sensation, mit der die Staatlichen Kunstsammlungen zu Dresden heute in die Öffentlichkeit gingen. Hat doch die Restaurierung von Capar David Friedrichs Meisterwerk „Zwei Männer in Betrachtung des Mondes“ mehr als Erstaunliches zu Tage gebracht. Und da olle Caspar David für alle Freunde der Sächsischen Schweiz einfach ein Muss ist, will ich hier auch auf diese wahrlich verblüffende Geschichte eingehen.
Neuigkeiten, anderswo gelesen
Hin und wieder schnappt man mal eine Meldung aus anderer Quelle auf und gibt sie einfach weiter. Was ich hiermit mache:
Quak, Quak
Kürzlich am Wegesrand gesehen. Geschätzte 100 Frösche, fleißig am quaken und am laichen. Mögen sie es noch lange tun.