Es folgt ein wenig Polemik.
Im Nationalpark hat es gebrannt. In der Nähe des Friensteins. Und nur mit großem Glück und einem gewaltigen Feuerwehreinsatz konnte Schlimmeres verhindert werden. Trotzdem: ein Viertel Hektar Wald ist im Eimer. Und der Grund dafür: ein Lagerfeuer, abseits aller Wege angezündet und dann nicht richtig gelöscht.
Foto: Archiv Nationalparkverwaltung – Maik Hille
Aber damit nicht genug: über ein soziales Netzwerk habe ich jetzt noch ein Foto bekommen. Es zeigt schon wieder die Reste eines illegalen Lagerfeuers. Und das auch noch an einer Stelle, an der man normalerweise in stiller Ehrfurcht innehält und sich verstohlen nach eventuellen Rangern umschaut. Hätte es dieser Stelle gebrannt, dann wäre es wirklich böse ausgegangen, denn dort kommt keine Feuerwehr so leicht hin.

Liebe Zündler:
Verdammt noch mal, haben sie euch denn wirklich so gründlich ins Gehirn geschissen? Merkt ihr eigentlich, was ihr hier anrichtet? Nicht nur, dass ihr in Kauf nehmt, den Wald abzufackeln. Nein, ihr macht auch alles zunichte, was es in den letzten Jahren an vorsichtiger Annäherung zwischen Wanderern und der Nationalparkverwaltung gegeben hat. Wundert euch also nicht, wenn es demnächst noch mehr Verbote hagelt. Die passenden Argumente dafür habt ihr ja gerade geliefert.
Und um das nochmal klar zu stellen: ich bin stets dafür, den Wald an jeder Stelle betreten zu dürfen. Aber ich rede hier von betreten, nicht von anzünden. Und wenn dieser Unterschied nicht in eure erbsengroßen Hirne passt, dann bleibt dem Wald am besten ganz fern.
Wenn ich einen von euch mal auf frischer Tat erwische, das kann ich versprechen, dann gibt es danach wieder einen Großeinsatz. Aber nicht für die Feuerwehr, sondern für die Bergwacht. Mahlzeit.