Neue Töne…

….in der Öffentlichkeitsarbeit scheint man derzeit in der Nationalparkverwaltung anzuschlagen. Was vielleicht auch ein Ergebnis des Stiegentreffens vom vergangenen Wochenende ist. Denn dort haben wir gegenüber den Vertretern der NPV auch ziemlich heftig kritisiert, dass die Informationspolitik der Behörde irgendwo gegen Null tendiert.

Und jetzt geht es plötzlich auf deren Homepage ordentlich zur Sache: so wird in einem Artikel der Abriss der Brücke an der Niedermühle begründet, in einem weiteren werden weitere “Waldpflegemaßnahmen” angekündigt und die betroffenen Gebiete sogar in einer Karte dargestellt. Das ist ein totales Novum, bisher schwieg sich die Verwaltung immer tunlichst aus, wenn es um konkrete Gebiete ging. Bis dann öffentlicher Ärger aufkam. Schließlich wird auch offensiv eine geführte Wanderung mit NPV-Chef Butter beworben, bei der (sogar mit Demonstration der Technik) auf die “Waldpflege” eingegangen wird.

0815 Screenshot, Quelle: Nationalparkverwaltung

So viel Information, das ist neu. Und auch wenn ich beileibe nicht mit allem konform gehe, was da zu lesen ist: es ist ein erster Schritt. Nicht mehr einfach loslegen, sondern auch darüber informieren, was man so plant. Das schafft nämlich jenes Maß an kritischer Offenheit, die am Ende auch der NPV zu Gute kommen sollte.

Dazu ein Beispiel: im Frühjahr dieses Jahres gab es Forstarbeiten im Weißbachtal bei Hinterhermsdorf, welche üble Schäden an diesem einst so stillen Weg verursachten. Aber nicht nur dies sorgte für jede Menge schlechte Schlagzeilen, sondern auch die Tatsache, dass noch nicht einmal die Anwohner, geschweige denn der Rest der Öffentlichkeit, darüber informiert wurden. Und zu guter Letzt war denn auch die Verwaltung damit höchst unglücklich, wie diese Arbeiten gelaufen waren und musste (so die Gerüchteküche) den Verantwortlichen ins Forstrevier Bärenstein wegloben.

Jetzt sieht das anders aus: wie aus der veröffentlichten Karte zu entnehmen, ist auch diesmal wieder das Weißbachtal betroffen. Und diesmal, da bin ich mir sicher, wird es eine breite kritische Öffentlichkeit geben, die sehr genau hinschaut, was dort passiert. Und die Verwaltung zügig informiert, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Weiter so, kann ich da nur sagen. Die aktuellen Texte, und auch die Einladung zu der geführten Wanderung finden sich auf dieser Seite der Nationalparks.

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