Archiv der Kategorie: Tourentipps

An den Hängen des Tharandter Waldes

Schön und gut, die Sächsische Schweiz steht uns wieder offen. Allerdings schwant mir dunkel, dass hier vor allem an dem kommenden verlängerten Wochenende viel Begängnis sein wird. Deshalb will ich hier noch zwei alternative Runden nicht weit von Dresden vorschlagen. Die erste führt uns an die Hänge des Tharandter Waldes. Es ist, zugegeben, eine ziemlich lange Tour, die durch ein dauerndes Hoch und Runter auch recht anstrengend wird. Dafür garantiere ich aber Ruhe im Wald und jede Menge wirklich spannende Wege. Auf geht es.

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Kurze Tour zwei: Schönfelder Hochland Erfreuliches oberhalb von Pillnitz

Auch wenn wir jetzt wieder frei weg wandern dürfen, folgt hier eine zweite kurze Tour im Weichbild von Dresden. Es geht ins Schönfelder Hochland. Dort stehen derzeit die Obstbäume in voller Blüte. Und da ich ein wenig befürchte, dass sich nach Wochen des Entzugs jetzt sehr viele Wanderer in die Sächsische Schweiz aufmachen, kann es ja nicht schaden, diese Runde als Alternative zum Sandstein zu überdenken. Zumal uns Stiegen, Schlüchte und Aussichten dort ja nicht weglaufen. Also, mir nach.

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Goldsteig–Grenzweg–Fremdenweg–Försters Loch Eine Wanderung auf Abwegen

Was heißt hier: auf Abwegen? Nun, es soll bedeuten, dass es die Nationalparkverwaltung nicht gern sieht, wenn man einige der Wege auf dieser Tour benutzt. Aus Sicht der Verwaltung sind sie “verboten”. Allerdings: sie sind viel zu schön, um sie zu vergessen. Obendrein wächst und lebt rund um diese Wege nichts, was besonders schützenswert wäre. Dennoch sollte man sie mit Umsicht begehen, was aber für die Leser dieses Blogs eine Selbstverständlichkeit sein dürfte. Trotzdem hier ein deutlicher Warnhinweis:

Wanderer, wirst du hier erwischt, so wird dir ein Bußgeld aufgebrummt. Nimm’s leicht und sieh es als Eintrittsgeld an. In den Nationalparks der Amis muss man das ja auch zahlen. ←

Für alle Fälle werde ich die “verbotenen” Teile der Tour noch einzeln hervorheben.

Wir haben die Tour übrigens bei ausgesprochen nebeligem Wetter absolviert, was uns die Aussichten gründlich verschleiert hat. Bei guter Sicht lohnt es sich also nochmal mehr.

Aber nun genug geunkt, wir gehen einfach mal los.

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Hohenleipa–Rainwiese und zurück

Diese Tour fand bei recht zweifelhaftem Wetter statt: dicke böhmische Suppe, also Null Aussicht. Obendrein ein ständiges Tröppeln von oben. Aber egal, wir brauchten einfach mal wieder ein wenig Waldboden unter den Füßen. Die Runde selbst ist wohlbekannt, ich hab sie auch schon mal beschrieben. Nur sind wir sie diesmal in der Gegenrichtung gelaufen. Was ich für viele Touren nur empfehlen kann. Man sieht plötzlich ganz andere Perspektiven. Außerdem sahen wir: alte Inschriften, ein Wirtshaus außerhalb der Zeit, viel Kahlschlag und Windbruch, einen sehr schön gemachten Lehrpfad, den kleinen Bruder des berühmten Prebischtors und diverse Tierchen. Gehen wir es mal an.

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Einmal quer durchs Zappenland

Zappenland? Zappenduster? Zappen gehabt? Mitnichten und Neffen. “Zappenland” ist eine historische Bezeichnung, heute spricht man auch von der “Binsdorfer Hochebene”. Und das trifft es ganz gut: malen Sie rund um Binsdorf (Bynovec) einen großen Kreis, und Sie wissen in etwa, wo wir sind. Also einige Meter oberhalb der Elbe. Konkret besuchen wir diese Orte: Herrnskretschen (Hřensko), Jonsdorf (Janov), Kuttelburg (Hájenky ), Rosendorf (Růžová), Arnsdorf (Arnoltice) und Elbleiten (Labská Stráň). Das wird ein ordentlicher Riemen samt ordentlich langer Beschreibung. Und damit ich mir beim Schreiben der tschechischen Häkchen und Krakel über den Buchstaben nicht jedes Mal die Finger breche, bleibe ich im Folgenden bei den deutschen Namen. Auf den Wegweisern stehen natürlich nur die tschechischen solchen.
Genug gelabert, auf geht es.

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Auf Quandts Spuren rund um Dürrröhrsdorf Wesenitztal - Schöne Höhe - Zwergenhöhle - Lieblingstal

Johann Gottlob von Quandt

Quandt? Was fällt uns dazu ein? Klar, Quantenphysik. Und im Sächsischen nennt man ein paar streng riechende Füße auch gern “Quanten”. Dem Technikhistoriker fällt vielleicht auch noch jene Firma ein, die einst ein Pionier der elektronischen Bildbearbeitung war und heute nicht mehr existiert: Quantel.
Mitnichten und Neffen, keine Physik, keine digitalen Bilder und erst recht keine müffelnden Füße. Wir begeben uns heute auf die Spuren des Johann Gottlob von Quandt (1787 – 1859). Der wurde mit einem silbernen Löffel im Mund geboren und konnte so eine exzellente Privatausbildung genießen, Europa bereisen und Kunst und Kultur der Welt kennenlernen. Er konnte das Rittergut von Dürrröhrsdorf samt umliegender Dörfer kaufen und erfolgreich bewirtschaften. Und er konnte sich vor allem als Kunstmäzen in der Dresdner Region einen Namen machen. Obendrein war er ein glühender Verehrer von Goethe. Rund um Dürrröhrsdorf – Dittersbach hat er zahlreiche Spuren hinterlassen.
Also genug geschwätzt und losgewandert.

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Mit der Draisine von Rossendorf nach Dürrröhrsdorf

Seit knapp einem Jahr lebt die Bahnstrecke zwischen Arnsdorf und Dürrröhrsdorf wieder. Zwar ist hier zum letzten Mal 2002 ein Zug gefahren, aber jetzt kann man mit einer Draisine da langrollen. Was natürlich mal ausprobiert werden musste.

Zunächst die blanken Fakten, nachzulesen auch auf der Seite des Betreibers: Start ist immer in Rossendorf, an der B 6, direkt gegenüber der merkwürdigen Tankstelle, die mitten im Wald zu stehen scheint. Hier gibt es eine Einweisung und auch ein paar Getränke kann man kaufen.

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Geheimnisvolle Orte, herrliche Aussichten, grüne Täler Johannespromenade - Herrenhausfelsen - Jonsdorf - Dürrkamnitz

Heidideldei, das war mal eine Tour nach meinem Geschmack. Wir wanderten von Sachsen auf einem geheimnisvollen Weg nach Böhmen, besuchten dort eine fast vergessene und ebenso geheimnisvolle Aussicht, tapperten weiter über allerlei sehr ruhige Pfade, bestiegen einen Aussichtsturm, setzen unseren Weg auf fast noch ruhigeren Pfaden fort und landeten in einem satt grünen Tal. Es sei aber auch vermerkt: diese Runde ist nichts für Turnschuhe, hier geht es knackig hoch und runter. Und da viele der geheimnisvollen Wege nicht mehr aktiv unterhalten werden, muss man auch mit mehr oder weniger großen Hindernissen auf denselben rechnen. Alles kein Thema? Dann folgen Sie mir!

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