Gaststättentest: Gasthof Uttewalde

Für diesen Test gab es einen besonderen Anlass: der Uttewalder Gasthof hat einen neuen Betreiber. Einen, der vorher in London in der gehobenen Gastronomie tätig war. Das lässt aufhorchen, denn in Uttewalde vermutet man vieles – beispielsweise einen Fuchs und einen Hasen, die sich Gute Nacht wünschen – aber ganz sicher keine gehobene Gastronomie. Wir retteten uns also vor einem Regenschauer in den Gasthof und wurden überrascht – und zwar positiv.

Lage:
Na ja, eben in Uttewalde. So groß ist das ja nun wirklich nicht. Die Dorfstraße beschreibt ein “U”, und genau im Scheitelpunkt befindet sich der Gasthof. Hier beginnen auch die beiden markierten Abstiege in den Uttewalder Grund.

Öffnungszeiten:
Nicht so richtig herauszufinden. Mittwoch scheint Ruhetag zu sein. Ansonsten hängt ein neumodisches Schild “open / closed” am Eingang.

Ambiente:
Der Biergarten hinter dem Haus sieht sehr einladend aus. Nur leider konnten wir den nicht nutzen, es dröppelte. Innen herrscht noch der Charme der 70er Jahre, nicht wirklich schön. Aber auch kein Beinbruch.

  Nicht der Brüller

Speisekarte:
Jetzt wird es heftig, denn die ist wirklich Klasse. Klein, aber sehr fein. Suppe, Würzfleisch und Flammkuchen für den kleinen Hunger, Sparerips, Ente, Wachteln, Forelle, Zander – klingt alles lecker. Besonders gut: die meisten Gerichte sind auch als “kleine Portion” verfügbar.

  Wachteln

Bier:
verschiedene Flaschenbiere. (Radeberger, Freiberger, Schöfferhofer)

Alkoholfreies:
Die üblichen Softdrinks, dazu Waldmeister- und Himbeerbrause.

Preislage:
Hervorragend. Bier drei Euro, Softdrinks zwei Euro. Sparerips 10 Euro, Cäsar-Salat mit gebratener Wachtel 9 Euro, Flammkuchen sechs Euro.

Lokus:
Die Keramik ist neu, der Rest (Türen, Kacheln…) arg in die Jahre gekommen. Trotzdem blitzsauber. Auf dem Waschbecken stehen frische Blumen!

Personal:
Wir wurden vom Chef bedient. Mit Ziegenbart und Pferdeschwanz mag der optisch erst mal nicht so recht in die Gegend passen. Dafür war er herzlich und freundlich um uns Gäste bemüht. Also perfekt.

Bemerkungen:
Das Essen war wirklich von hoher Qualität. Für die Sparerips hätte man keine Zähne gebraucht, das Fleisch zerging auf der Zunge. Frische Ware frisch zubereitet – hab den Teller abgeleckt. Auch von den Wachteln samt Salat ist nichts auf dem Teller zurück geblieben. Für Nostalgiker: die Softdrinks werden aus den guten alten “Superfest-Gläsern” gereicht. Meine Fresse, die müssen mindestens 30 Jahre alt sein und halten immer noch.

  Unverwüstlich

Internet:
http://www.gasthof-uttewalde.de/

Online-Karte:
https://de.mapy.cz/s/2LFmd

Fazit:
Ganz hervorragende Küche zu mehr als angemessenen Preisen. Ich will schwer hoffen, dass das Konzept trotz der randigen Lage in Uttewalde aufgeht. Ich zumindest komme gern wieder.

Bewertung:
Für die Tristesse im Gastraum einen Humpen weniger. Aber das wird sicher noch besser werden. Dann volle Punktzahl, jetzt erst einmal vier von fünf Humpen.

   

5 Gedanken zu „Gaststättentest: Gasthof Uttewalde

  1. Die jungen Leute haben vor paar Tagen erst übernommen, da kann es noch bissel dauern bis die Renovierung greift …

  2. Hatte nach dem Zeitungsartikel die Leute angeschrieben, ob sie nicht die Öffnungszeiten ins Web stellen wöllten. Leider keine Antwort / Reaktion.

  3. Wir haben den Gasthof Uttewalde heut selbst getestet und können nur positives berichten. Das Essen ist wirklich super lecker-ein Gaumenschmaus um genau zu sein.
    Der Gastwirt und seine Frau sehr freundlich. Das Ambiente urig-wie es in ein Dorf wie Uttewalde gehört! Also einfach nur empfehlenswert!!!

  4. Wir waren 2 Tage im Gasthaus und es hat uns gut gefallen. Gutes Preis-/Leistungsverhältnis, netter Inhaber, sehr gutes Essen und eine sehr zentrale Lage zu den Wanderwegen und Sehenswürdigkeiten der Umgebung.

  5. Hatte auch einen Gaststättenbesuch vor (am 11. September 2018).

    Es fing schon gut an … kein Aushang zu den Öffnungszeiten.

    Dann war ich auch noch so naiv auf dem Rückweg das Waldidyll links liegen zu lassen, schließlich sollte ja die Uttewalder Gaststätte aufgesucht werden … erneute Fehlanzeige, Gaststättenbesuch nur für Hausgäste und Reservierung.

    Als Wanderer sollte man auf dieses Etablissement wohl verzichten.

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