Archiv der Kategorie: Tourentipps

Böhmische Dörfer

Und ewig grüßt der RosenbergJa, diesmal geht es über böhmische Dörfer. Genauer: über deren fünf. Auf der etwas langen, aber sehr entspannten Tour sehen wir des Weiteren: zwei nette Aussichten, die eine oder andere Fernsicht, zwei Kirchen, eine Windmühle, einen Aussichtsturm und einen See. Und zu guter Letzt entdecken wir sogar noch einen uralten und fast vergessenen Pfad. Die Höhenlagen, in denen wir unterwegs sind, waren früher übrigens unter dem Namen “Zappenland” bekannt. Aber nein, wir hatten keinen Zappen, sondern eine sehr schöne Tour.

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Sechs Aussichten und ein Sündenfall

Eigentlich sind es ja sogar sieben Aussichten und fünf Sündenfälle. Aber das erzähle ich am besten alles in der Beschreibung dieser kleinen Tour rund um Waitzdorf und das Brandmassiv. Wir sehen tatsächlich sechs sehr ähnliche Aussichten und eine allgemein bekannte solche, wir schnaufen die berüchtigten Brandstufen hoch, richten mit unseren Schuhen schwere Schäden in der Kernzone an und ärgern uns über eine Gaststätte. Aber eigentlich erfreuen wir uns an einer schönen Runde. Alles klar? Mir nach.

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40 Tonnen Stahl und nette Aussichten Oder: "Gut gemeint" ist das Gegenteil von "Gut"

Es ist schon viel diskutiert worden im Netz der Netze. Worum ging es? Die tschechische Nationalparkverwaltung hat den Zugang zu den Resten der Felsenburg Falkenstein (Falkenštejn) ausgebaut. Bisher war das eigentliche Plateau mit den Resten der Burg nur sehr mühsam zu erreichen, der Pfad bis zum Felsfuß dagegen mächtig ausgelatscht und erodiert. Schon als erste Bilder die Runde machten – die Parkverwaltung selbst spricht von 40 Tonnen verbautem Stahl – kam es zu Unmutsbekundungen. Nun soll man aber nicht schimpfen, ohne sich selbst ein Bild gemacht zu haben. Es folgt also eine kleine Runde mit den Zielen Falkenstein, Balzhütte und dem Marienfelsen.

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Grenzsteine und neue Stahlleitern

Aussicht über PfaffendorfDie Tage werden kürzer, und damit auch die Touren. Man kann halt nicht mehr ewig im Wald bleiben, dieweil es beizeiten dunkel wird. Hier also eine kurze Runde rund um den Kurort Gohrisch. Auf dem Weg sehen wir Unmengen an historischen Grenzsteinen, jede Menge Aussichten mit und ohne Aussicht, Kletterfelsen und eine Felsenbühne. Sehr zu meinem Missfallen sahen wir nagelneue Stahlleitern anstelle alter hölzerner Einbauten. Und sehr zu meinen Gefallen gibt es ein Wirtshaus auf halber Strecke. Es kann also losgehen.

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Tetschener Acht

2017-11-12 11.10.52

Wie meinen? Na ja, diesen Namen für die Tour habe ich gewählt, weil sie zum einen Tetschen (Děčín) tangiert, und zum anderen die Form einer ziemlich krakeligen Acht auf der Landkarte beschreibt. Auf dieser Runde begegnen wir: mehreren tollen Aussichten, diversen hölzernen Kunstwerken, Kleindenkmälern und Obelisken, einer hoffnungsvoll stimmenden Baustelle, einem Gottesacker, einem Spielplatz im Wald, einer Kläranlage und einem steinernen Tor mit aussichtsloser Aussicht. Lust bekommen? Dann geschwind folgen!

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Rund um Böhmisch Kamnitz

2017-10-22 09.44.41

Auf dieser Tour in Böhmen haben die Höhepunkte schöne Namen: Nolde, Tellplatte, Brandfelsen, Brüderaltar, Goldberg oder Wüstes Schloss. Es geht immer mal wieder knackig hoch und runter, aber nie so, dass man verzweifeln müsste. Nur eines fehlt eigentlich an einer perfekten Runde: ein Wirtshaus. Schade, denn eine Einkehr bei Knoblauchsuppe, Knödeln und gutem Bier gehört eigentlich zum Wandern in dieser Region. Aber dennoch: es lohnt sich. Also den Rucksack mit Verpflegung vollgepackt und zügig mir nach.

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Rund um Hinterhermsdorf

2017-09-03 11.30.35Soviel vorweg: machen sie diese Tour nicht bei feuchter Witterung, vor allem nicht, wenn der Boden noch schön nass ist. Wir waren so unverfroren und mussten zur Strafe das eine oder andere Mal den Schwanz einziehen, weil es auf glitschigem Untergrund nicht mehr weiter ging. Noch eines vorweg: an einigen Stellen verlassen wir hier den Pfad der Tugend und schleichen in der Kernzone auf Pfaden herum, die aus Sicht der Nationalparkverwaltung gesperrt sind. Man kann die Tour aber auch ganz brav machen, ich werde im Text auf nationalparkkonforme Alternativen hinweisen.

Was also erwartet uns? Jede Menge meist stiller Pfade, das Kirnitzschtal ganz romantisch, knackige Auf- und Abstiege, Bedenkliches an historischem Ort, eine sehr ruhige Aussicht, frisches Quellwasser und das Loch eines alten Wilddiebes. Wir sollten loswandern.

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Das Karlshaus und der Hohenleipaer Schlossberg

2017-08-27 11.33.37Schon wieder so eine meiner böhmischen Lieblingsrunden. An der Wegführung hat sich seit meiner letzten Begehung vor gut zwei Jahren nichts geändert, aber die eine oder andere Kleinigkeit am Wegesrand war dennoch neu. Es folgen also: die links liegen gelassenen Reste einer alten Ritterburg, eine Miniausgabe des Prebischtors samt unangenehmer Begegnung, verlassene Pfade an Bergflanken oder –füßen, Spuren eines alten Jagdhauses, noch mehr stille Pfade, ein sehr viel begangener Waldweg ohne Besucher, ein Wirtshaus, in dem die Zeit stehe geblieben ist und ein Geheimtipp samt Aussicht.

Gehen wir einfach los.

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